True Story

The Lady – französisch-britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

The Lady

Der Film erzählt die Geschichte von Aung San Suu Kyi, einer Politikerin, die sich für ihr Heimatland Myanmar (Birma, Burma) einsetzt.

Für ihr politisches Engagement bekam sie 1991 den Friedensnobelpreis.
In den 1980er Jahren setzte sie sich für eine gewaltlose Demokratisierung in Myanmar ein. Die damalige Militärregierung verurteilte sie zu einem Hausarrest, dieser 15 Jahre dauern sollte, bis zu ihrer Entlassung am 13. November 2010.
Mit ihrem Kampf für Menschenrechte in Burma ist Aung San Suu Kyi zur Freiheitsikone geworden.
15 der 21 Jahre stand sie unter Hausarrest, vom 20. Juli 1989 bis zur endgültigen Aufhebung am 13. November 2010. Dies machte sie zu einem der weltweit bekanntesten politischen Gefangenen.

Aung San Suu Kyi wurde am 19. Juni 1945 in Rangun, Myanmar, geboren. Ihr Vater Aung San (1915-1947) war Kommandeur der Burma Independence Army und Präsident der Anti-Fascist People’s Freedom League. Er setzte sich für eine Unabhängigkeit seines Landes ein. Am 19. Juli 1947 wurde Aung San von politischen Gegnern ermordet.
Aung San Suu Kyi wuchs in Indien auf. Ihre Mutter vertrat dort ab 1960 Birma als Botschafterin. Nach ihrem Schulabschluss ging sie nach England um dort an der University of Oxford zu studieren.

1967 schloss sie ihr Studium in Philosophie, Politik und Wirtschaft ab. Von 1969 bis 1971 arbeitete sie im UN-Sekretariat in New York.
Ein Jahr darauf heiratet sie den britischen Historiker und Tibetologen Michael Aris. Gemeinsam bekamen sie zwei Söhne und man lebte kurze Zeit in Bhutan da er dort seine Arbeit verrichtete. 1974 zog die Familie wieder nach England, wo ihr Mann an der Universität arbeitete.
1988 musste Aung San Suu Kyi zurück nach Birma, da ihre Mutter einen Schlaganfall erlitten hatte. Dort war es zu Demonstrationen und blutigen Aufständen gekommen, da man den Militärdiktator Ne Win gestürzt hatte. Sie wurde Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie.

Da sich erneut eine Militärregierung gebildet hatte, wurden jegliche demokratische Bestrebungen verboten. Sie ließ sich nicht einschüchtern und setzte ihren Wahlkampf fort, trotz aller Gewalt und Drohungen.
1989 wurde ihr eine Aufstellung zu einer Wahl untersagt und verboten. Die Militärregierung sah sie als Gefährdung der staatlichen Sicherheit, womit man sie unter Hausarrest stellte. Ihre Mitstreiter, meist Studenten, wurden verhaftet. Sie protestierte mit einem Hungerstreik und forderte damit eine faire Behandlung der Inhaftierten.

Ihre Partei gewann 1990 die Wahlen, was von der Regierung nicht anerkannt wurde. 1991 bekam sie den Friedensnobelpreis, den ihr Mann und die beiden Söhne in Norwegen entgegen nehmen mussten. Sie konnte das Land nicht verlassen, da sie zu befürchten hatte, das man sie nicht wieder einreisen lässt.
1995 wurde zwar ihr Hausarrest aufgehoben, dennoch gab es gewisse Beschränkungen. Ihrem Mann wurde nicht erlaubt sie zu besuchen. Er hatte seine Frau vier Jahre nicht gesehen. Am 27. März 1999 verstarb ihr Mann in England, an seinem 53. Geburtstag, an den Folgen einer Krebserkrankung.

Die Militärregierung veranlasste einen weiteren Hausarrest. Selbst Hunderte der Mönche protestierten mit einem Marsch vor ihrem Haus. Ihnen war es gelungen zu ihrem Anwesen vorzudringen. Erst 2010 entließ man sie endgültig aus dem Hausarrest.
2012 entschied sie sich erneut zu kandidieren. Ein Jahr darauf wählte man sie zur Parteivorsitzenden. 2015 erreichte ihre Partei die absolute Mehrheit. Das Militär hat noch heute großen Einfluss auf die Politik.