True Story

The Railway Man – Die Liebe seines Lebens – britisch-australisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2013.

The Railway Man - Die Liebe seines Lebens

Der Film beruht auf der Autobiographie „The Railway Man“ von Eric Lomax.

Eric Sutherland Lomax (1919-2012) war Offizier der britischen Armee, der während des Zweiten Weltkriegs 1942 in japanische Kriegsgefangenschaft geriet. In seinem Buch schreibt er über seine Erfahrungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Während seiner Gefangenschaft in einem der Kriegsgefangenenlager wird er zur Zwangsarbeit gezwungen, dem Bau der Thai-Burma Railway, einer Eisenbahnstrecke, die allein durch Zwangsarbeit errichtet wurde. Viele der Gefangenen haben hier ihr Leben gelassen, was der Strecke den Namen Death Railway einbrachte.
Eric Lomax wurde verhört und gefoltert. Er hat dieses Martyrium überlebt, wenn auch mit psychischen Schäden bei dem es nicht gelang sich dem zivilen und normalen Leben anzupassen.

In seinem späteren Leben kam es zu einer Versöhnung mit Takashi Nagase (1919-2011), dem Mann der ihn damals verhört und gefoltert hatte.
Eric Lomax wurde am 30. Mai 1919 in Edinburgh, Schottland, geboren. Mit 16 beendete er die Schule, das Königliche Gymnasium, die Royal High School und arbeitete als Telegraphist. Im Alter von 19 Jahren trat er den Royal Corps of Signals bei, einer Einheit der britischen Armee, diese für die Kommunikation verantwortlich ist. Darunter zählen die Installation, Wartung und der Betrieb von Telekommunikationssystemen. Hier erreichte er den Dienstgrad eines Leutnants, bevor man ihn im Februar 1942 während der Schlacht von Singapur gefangen nahm. Er und weitere Kriegsgefangene wurden gezwungen zum Kriegsgefangenenlager Changi Prison zu marschieren. Das japanische Militär hielt hier etwa 3000 Personen fest, obwohl dieses Lager einst für 600 Gefangene errichtet worden war.

Später brachte man die Gefangenen nach Kanchanaburi, Thailand, wo man sie zwang die Eisenbahnlinie zu errichteten.
Einige der Häftlinge, darunter auch Eric Lomax, hatten sich ein Radio gebaut, um den Verlauf des Krieges zu verfolgen. Als die Japaner dies bemerkten, wurde Eric Lomax gefoltert. Man zwang ihn stundenlang in der brennenden Sonne zu stehen, er trug mehrere Knochenbrüche davon und man folterte ihn mit Waterboarding. Nachts steckte man ihn in einen Käfig in dem er kauerte und er war mit seinen eigenen Exkrementen überzogen.

Ein Arzt der ihn später untersuchte, sagte, von den Schultern bis zu den Knien, gab es keine Stelle die nicht von Folter gezeichnet war. Trotz dieser Qualen blieb er standhaft. Dreieinhalb Jahre sollte es dauern, bis er zum Kriegsende nach Schottland zurückkehrte. Hier musste er feststellen, dass sich niemand für die Qualen, die Gefangene im Fernen Osten durchlebt hatten, interessierte. Was ihm blieb waren mentale Narben, geweckt von Albträumen, der Unfähigkeit über seine Erlebnisse zu reden.

Nur drei Wochen nach seiner Befreiung heiratete er. Das Paar bekam drei Kinder, Linda May (1946-1993), Eric der 1948 geboren und während der Geburt starb und Chermaine die 1957 geboren wurde. Nachdem er und seine Frau nach Afrika gegangen waren und 1955 nach Edinburgh zurückkehrten, arbeitete er als Dozent an der Universität.

Seine seelischen Wunden trugen dem Scheitern seiner ersten Ehe bei.
Während einer Zugfahrt traf er auf die 17 Jahre jüngere Patricia „Patti“ Wallace. Hier war er bereit etwas über seine Erlebnisse zu offenbaren. Er schickte ihr Briefe und Tonbandaufnahmen die seinen „Abstieg in die Hölle“ beschreiben. Beide wurden ein Paar und heirateten im Jahr 1983. Hier kam es oft zum Streit, vor allem auch weil er an einer posttraumatischen Belastungsstörung litt. Sie wandte sich an einen Arzt der sich mit psychischen Problemen ehemaliger Kriegsgefangener beschäftigte und diesen er auch konsultierte. 1998 kam es zur Versöhnung mit seinem ehemaligen Feind, Takashi Nagase, der ihn gefoltert hatte. Beide wurden Freunde.