True Story

Blow – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2001.

Blow

Der Film beruht auf dem Buch „Blow: How a Small Town Boy Made $100 Million with the Medellín Cocaine Cartel and Lost It All“ aus dem Jahr 1993 des Journalisten Bruce Porter.

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Drogenschmugglers George Jung, dieser in den 1970er und 1980er Jahren als der größte Kokaindealer der USA galt, somit ist er der berühmteste Drogenschmuggler der amerikanischen Geschichte. Buch und Film haben dazu auch mit beigetragen. Er war Mitglied vom berühmten Medellín-Kartell, das für über 85 Prozent aller Kokain-Lieferanten zuständig war. George Jung war Kopf dieser Bande die im großen Stil Kokain aus Kolumbien in die USA schmuggelte.

George Jung wurde am 6. August 1942 in Boston, Massachusetts, geboren. Mit seinen Eltern, seinem Vater Frederick, einem deutschen Einwanderer und seiner Mutter Ermine lebte er in der kleinen Stadt Weymouth. Nach seinem Abschluss am Weymouth Gymnasium im Jahr 1961 besuchte er die University of Southern Mississippi um dort zu studieren. Sein Studium hat er nie abgeschlossen. Dies war auch die Zeit als er begann Marijuana zu konsumieren.
Seine Eltern verdienten recht wenig Geld, ein eher durchschnittliches Einkommen der Familie. Um selbst an Geld zu gelangen kaufte und verkaufte er die Drogen.
1967 nach einem Treffen mit einem Freund aus Kindertagen, erkannte er das enorme Potential durch den Verkauf und machte immer mehr Gewinn. Mit seinem Freund reiste er nach Los Angeles, wo sich für sie eine völlig neue Welt öffnete, welche die beiden zuvor nie gesehen hatten, Strandpartys, schöne Frauen und günstiges Marijuana. So kam ihnen die Idee Drogen zu schmuggeln und hier an den Mann zu bringen. Seine Freundin arbeitete als Stewardess und schmuggelte die Drogen in ihren Koffern.

Er galt als charmanter junger Mann und war beliebt. Freunde die er hier kennengelernt hatte, gaben ihn den Namen „Boston George.“ Einer der neuen Freunde war Richard Barile, der einen Friseursalon besaß und nebenbei mit Drogen dealte.
Auf der Suche nach noch mehr Gewinn, wurden Drogen mittels Flugzeugen geschmuggelt. 1974 wurde George Jung in Chicago wegen Schmuggelns von 300 kg Marijuana verhaftet. Er wurde von einem Kunden verraten, dieser sich selbst nicht belasten wollte. Man verurteilte ihn zu 4 Jahren Haft im Gefängnis Federal Correctional Institution in Dunbury. Hier traf er auf Carlos Lehder, einem kolumbianischen Drogenhändler. Beide schmiedeten Pläne, wenn sie wieder auf freiem Fuß sind Drogen im großem Stil zu schmuggeln. Carlos Lehder machte ihn mit Pablo Escobar bekannt, wobei nun Kokain von dessen Ranch in Kolumbien in die USA geschmuggelt wurde. George Jung verdiente somit Millionen.

1994 erwischte man ihn erneut, mit 500 Pfund Kokain. Er wurde inhaftiert und während seiner Haftzeit mehrmals verlegt. Seine Strafe lautete diesmal 60 Jahre Haft. Da er gegen seinen ehemaligen Komplizen Carlos Lehder ausgesagt hat, wurde die Strafe reduziert. Zudem bekannte er sich schuldig. Nach 20 Jahren Haft wurde der mittlerweile 71-jährige George Jung am 2. Juni 2014 aus der Haft entlassen.