True Story

Nova Zembla – Unbekanntes Land – niederländisches Historiendrama aus dem Jahr 2011.

 

Nova Zembla

 

Der Film beschreibt die letzte Reise von Willem Barents und Jacob van Heemskerk von 1596 bis 1597 und ihrer Crew, die versuchen mit ihrem Schiff einen Weg durch die Nord-Ost-Passage nach Indien zu finden.

Aufgrund von Meereis stranden sie auf der Insel Nowaja Semlja und müssen dort den Winter verbringen. Mit auf dieser Reise war Gerrit de Veer, der ein Tagebuch führte, ein Tagebuch-Schreiber und gleichzeitig Zimmermann.

Die gewählte Route sollte kürzer sein als die um Afrika, um das Kap der Guten Hoffnung, und damit Überfälle durch spanische und portugiesische Schiffe vermieden werden sollten, wählte man diesen Weg.

Willem Barents war niederländischer Seefahrer und galt als Entdecker im späten 16. Jahrhundert. Nach ihm wurde die Barentssee benannt, ein Teil des Nördlichen Eismeeres.
Jacob van Heemskerk war niederländischer Admiral und Seefahrer, Vizeadmiral der Admiralität von Amsterdam und Kapitän der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Die dritte Expedition der Jahre 1596/1597 wurde auf Anraten Barents, nachdem die Inselgruppe Spitzbergen entdeckt worden war, zur Nordspitze der russischen Insel Nowaja Semlja geführt, welche Barents bereits vorher umschifft hatte.

Dort jedoch wurde das Schiff der Expedition von Packeis eingeschlossen. Auf dem Land errichtete die Besatzung ein Haus aus Treibholz, das Behouden Huys, dessen Wände zusammen mit verschiedenen Einrichtungsgegenständen, Geräten, Büchern, darunter die schlichte Erzählung Gerrit de Veers über ihre Erlebnisse, im Jahr 1881 gefunden und fotografiert wurden.
Die Hälfte der Besatzung überlebte diesen Winter nicht. Gerrit de Veer zählte zu den Überlebenden und er hielt in seinem Tagebuch die schwierige Winterzeit fest.

Besonders wichtig für die Expedition war, dass im Tagebuch ganz genau der Sonnenstand sowie der Stand der Planeten und Sterne registriert wurden. Somit kannte die Besatzung jederzeit das Datum und konnte entscheiden, wann eine Weiterreise der Expedition zweckmäßig und vor allem ratsam sei.

Abermals hinderten Eismassen ein Vordringen in die Karasee. Die Besatzung musste alle Bedrängnisse eines arktischen Winters überstehen.
Da ihr Schiff auch im nächsten Frühjahr im Eis eingefroren blieb, mussten sie es zurücklassen und in zwei offenen Booten weiterziehen, um das ersehnte Kap herum, über den Fluss Petschora, worüber sie nach Lappland gelangten, wo ein holländisches Schiff die Überlebenden aufnahm.

Fünf Teilnehmer dieser Expedition waren den Qualen erlegen, darunter Willem Barents, der an der Küste der Insel Nowaja Semlja begraben wurde. Die übrige Mannschaft hatte unter Jacob van Heemskerk mit großer Not endlich die Halbinsel Kola erreicht. Hier trafen sie auf Willem Cornelisz Schouten, der sie nach Holland zurückbrachte.

Durch Untersuchungen russischer und niederländischer Archäologen ergaben sich weitere Erkenntnisse zum Verlauf und dem Ende der Barents’schen Reisen.