True Story

Das Leben der Anderen – deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 2006.

Das Leben der Anderen

Der Film zeigt zum Teil die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), insbesondere wird der Staatssicherheit-Apparat nachgestellt. Außerdem setzt man sich mit der Kulturszene Ost-Berlins auseinander.

Es heißt das die im Film gezeigte Überwachung übertrieben sei. Diese sei zu bürokratisch und mit den Kontrollmechanismen so nicht möglich gewesen.
Im Fokus steht die Staatssicherheit (Stasi), bzw. das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), dem Geheimdienst und Ermittlungsbehörde der DDR, ein Untersuchungsorgan für politische Straftaten, Gegner der DDR oder der SED.

Die SED, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, nutzte das MfS als Unterdrückungs- und Überwachungsinstrument gegenüber der Bevölkerung der DDR um ihre Macht zu erhalten, Gegner einzuschüchtern oder gar zum Schweigen zu bringen.
Dabei wurde ein Verfahren angewendet, „Operativer Vorgang“, um dabei verdeckt gegen einzelne Personen oder Gruppen zu ermitteln und geheimpolizeilich vorgehen zu können. Zuvor war dem eine Operative Personenkontrolle vorausgegangen. Hatte das MfS Hinweise auf Verstöße gegen die in der DDR geltenden politischen Normen, wurden Ermittlungen eingeleitet. Diese Hinweise bzw.

Verdächtigungen stammten oft von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM), Personen die verdeckt im Auftrag der Stasi agierten, ohne dabei formal für diese Behörde arbeiteten. Zu diesen Personen gehörten etwa 189.000 IM, diese nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche der DDR abdeckten. Somit wurde auch die SED-Diktatur gestützt um diese Politik durchsetzen zu können.
Die DDR war ein bis 1989 diktatorisch regierter, sozialistischer Staat. 1950 wurde das MfS gegründet. Dabei galt es als „Schild und Schwert“ die Macht der SED zu sichern.

Die hauptamtlichen Mitarbeiter sahen sich selbst als Elite, die in der Tradition der sowjetrussischen Geheimpolizei Tscheka die DDR unerbittlich und mit Hass gegen deren Feinde verteidigen sollte. Patenorganisation war das Komitee für Staatssicherheit KGB, der sowjetische Geheimdienst. Ab 1957 war Erich Mielke Minister für Staatssicherheit der DDR. Er zählt zu den Hauptverantwortlichen für den Ausbau des flächendeckenden Überwachungssystems.
Es folgte eine Unterdrückung der Gesellschaft mit gezielter Willkür um die Macht zu verdeutlichen.

Die Regierung erwartete zum Beispiel von Künstlern, dass sie die offizielle kulturpolitische Linie mittragen, also das man nur Kunst im Dienste des Sozialismus darbietet. „Literatur und bildende Künste sind der Politik untergeordnet, aber es ist klar, dass sie einen starken Einfluss auf die Politik ausüben. Die Idee der Kunst muss der Marschrichtung des politischen Kampfes folgen.
Der Staat bestimmte welche Schriften gedruckt wurden und konnte Berufsverbote gegen opponierende Künstler, kritische Künstler der DDR, verhängen.

Allein die Abteilung XX/7 die mit der Überwachung des literarischen und kulturellen Lebens zuständig war, hatte 40 vollamtliche Angestellte und bis zu 400 IM.
Die Stasi nutzte langanhaltende Verhöre, wobei man später eine Isolationshaft bevorzugte.