True Story

Takedown – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2000.

Takedown

Der Film basiert auf der Geschichte des Computer-Hackers Kevin Mitnick. Der Journalist John Markoff und der Computerexperte Tsutomu Shimomura veröffentlichten das Buch „Takedown“ dieses 1996 erschienen ist.

Der 1963 geborene Kevin Mitnick ist amerikanischer Computer-Sicherheitsberater, Autor und Hacker. Als Hacker wurde er 1995 verhaftet und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Heute leitet er selbst ein Unternehmen, die Sicherheitsfirma „Mitnick Security Consulting“, welches sich mit Computersicherheit beschäftigt. Zudem ist er Experte im Bereich Social Engineering, in dem er Tipps und Hilfe bietet, wie man sich oder seine Firma vor Computer-Angriffen schützt.

Kevin Mitnick wurde am 6. August 1963 geboren und wuchs in Los Angeles auf. Bereits mit 13 Jahren fing er mit dem Hacken an. Dabei nutzte er das Social Engineering, quasi einer psychologischen Manipulation um an gewisse Informationen zu gelangen, darunter Benutzernamen, Passwörter und Telefonnummern. Mit 16 Jahren hatte er seinen ersten unbefugten Zugriff auf ein Computernetzwerk.

1988 wurde er zu 12 Monaten Haft plus drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Nachdem ein neuer Haftbefehl gegen ihn vorlag und er noch die Bewährungsstrafe verbüßte, flüchtete er. Laut dem US-Justizministerium habe Kevin Mitnick während seiner Flucht Dutzende unbefugte Zugriffe auf Computer-Netzwerke gehabt. Dabei nutzte er auch manipulierte Mobiltelefone, klaute Passwörter und las E-Mails.

1995 wurde Kevin Mitnick erneut vom FBI verhaftet. Auch hier kam es zu einer Anklage, da er in einige der am besten gesicherten Computersysteme der USA eingedrungen war. Das FBI hatte nach ihm gefahndet und es gelang ihn am 15. Februar 1995 in seiner Wohnung in Raleigh, North Carolina, festzunehmen. Man verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft, wovon er acht Monate in Einzelhaft verbrachte. Die Staatsanwaltschaft argumentierte; „Kevin Mitnick könnte einen Nuklearkrieg starten, indem er ins Telefon pfeift.“ Eine weltweite „Free-Kevin Bewegung“ wurde ins Leben gerufen, diese durch das Hackermagazin „2600: The Hacker Quarterly“ unterstützt wurde. So wurden unter anderem Aufkleber „Free-Kevin“ verteilt.

Am 21. Januar 2000 wurde er aus der Haft entlassen, mit einer Bewährungsauflage, einem Verbot, drei Jahre lang keine Kommunikationssysteme zu nutzen. Er wehrte sich dagegen, zog vor Gericht, welches zu seinen Gunsten entschied, das Internet nutzen zu dürfen. Er veröffentlichte sein Buch „The Art of Deception“ (Die Kunst der Täuschung) und arbeitet als Sicherheitsberater. 2011 folgte sein zweites Buch „Ghost in the Wires: My Adventures as the World’s Wanted Hacker.“ Mit seiner Beratungsfirma unterstützt er Unternehmen und das FBI. Er hält Vorträge und schult Mitarbeiter.