True Story

Dawn Anna – amerikanisch-kanadisches Drama aus dem Jahr 2005.

Dawn Anna

Der Film basiert auf realen Ereignissen, dem Amoklauf an der Columbine Highschool. Erzählt wird die Geschichte von Dawn Anna Townsend, die als Hilfslehrerin an lokalen Schulen arbeitete. Bei diesem Amoklauf kam ihre Tochter Lauren ums Leben. Sie wurde später von der Polizei tot unter einem Tisch aufgefunden.

Lauren Townsend wurde am 17. Januar 1981 geboren. An der Schule war sie Kapitän des Volleyball-Teams. Sie galt als talentierte Zeichnerin und engagierte sich in ihrer Freizeit im örtlichen Tierheim. Sie war mit ihren Freunden Lisa Kreutz, Diwata Perez, Valeen Schnurr und Jeanna Park gerade in der Bibliothek der Schule, als die Täter auftauchten. Lauren mit Spitznamen „Lulu“, versteckte sich mit den anderen Schülern unter einem Tisch, als sie Schüsse wahrgenommen hatten. Einer der Täter, Dylan Klebold, entdeckte sie und eröffnete das Feuer. Ihre Freunde Lisa und Valeen wurden verletzt, Lauren starb.

Dawn Anna Townsend hielt im Jahr 2004, am fünften Jahrestag dieser schrecklichen Ereignisse, eine Rede und las aus dem Tagebuch ihrer Tochter vor. Alle waren zu Tränen gerührt. Ihr Vater sagte; „Lulu wird immer mein Baby sein.“

Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Schülern verübt. Die beiden Täter, der 18-jährige Eric Harris und der 17-jährige Dylan Klebold ermordeten 12 Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen 47-jährigen Lehrer, 24 weitere Personen wurden verwundet. Harris und Klebold töteten sich anschließend selbst. Bis heute ist dies die blutigste Tat ihrer Art an einer High School.
Mindestens ein Jahr vor dem 20. April 1999 begannen Harris und Klebold mit der Planung dieses Anschlags. Sie studierten die Abläufe und Gewohnheiten an der Schule, beschafften Waffen und Munition und bauten Rohrbomben. Es ist ein einfacher wie bestialischer Plan. Erst sollen im Schulgebäude die selbstgebauten Bomben explodieren und für Panik sorgen.

Die ins Freie stürmenden Mitschüler und Lehrer sollten dann erschossen werden. Als dieser Plan umgesetzt werden sollte, gehen die Bomben nicht hoch, offenbar hatten sie diese falsch konstruiert. Daraufhin betreten die beiden die Schule und beginnen um sich zu schießen. Sie marschieren durch die Cafeteria, wo Schüler zu Mittag essen, und dann weiter zur Bibliothek. Hier gab es die meisten Opfer. Einer Lehrerin gelang es die Notrufnummer zu wählen, dadurch sind 26 Minuten dieser Schießerei und auch alle Dialoge, die die beiden Attentäter mit Schülern und Lehrern geführt haben überliefert.

Man fand persönliche Dokumente der Attentäter, Tagebücher, Kalendereinträge, Hass-Videos und Einkaufslisten von Waffen und Bombenbestandteilen. Es gibt Hass-Listen von Eric Harris, wo er sagt; “Ich hasse alle Lügner. Und ich weiß genau, ich bin selbst einer.” Man beschreibt ihn als Psychopath, jemand der sich überhaupt nicht in andere Menschen hineindenken kann und auch kein Mitleid verspürt. Da er als Sohn eines US-Airforce-Offiziers oft umziehen musste, bedauerte er in einem Aufsatz den Verlust von Freunden. “Jedes Mal, wenn ich einen Freund verlor, machte ich die schlimmsten Tage meines Lebens durch.”
Dylan Klebold war eher der depressive, ein selbstmordgefährdeter Typ. Er schrieb in einem Schulaufsatz; “Drei Schüsse trafen den größten Streber in den Kopf. Die Blutspritzer regneten auf die Kumpel des Strebers nieder, die zu gelähmt waren, um wegzulaufen.”

Es bleiben mehr Fragen als Antworten, nach dem Warum. Warum musste dies geschehen? Eine eindeutige Erklärung gibt es nicht. Auch wenn das am 20.April 1999 geschah, dem 110. Geburtstag Adolf Hitlers. Columbine wurde zum Vorbild für die meisten Schulattentate. Eric und Dylan haben sich offenbar gegenseitig angestachelt und sich immer weiter in eine Phantasie-Welt aus Hass, Gewalt und Rache hineingesteigert. Bis zu dem Punkt, wo sie offensichtlich nicht mehr anders konnten, als diese Phantasien in die Tat umzusetzen.

12 Schüler und ein Lehrer sterben, anschließend liefen sie noch rund 40 Minuten durch die Schule, ohne noch einmal zu schießen. Sie zogen sich in die Bibliothek zurück und erschossen sich selbst. Beide Täter stammten aus relativ wohlhabenden Familien und geordneten Verhältnissen. Beide waren eher unauffällig, ihre psychischen Probleme wurden von niemandem erkannt. Ihre Zukunft war geplant, Harris hatte sich bei der Marine beworben und Klebold war bereits für ein Studium akzeptiert worden.