True Story

Die Schlangengrube (The Snake Pit) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1948.

Die Schlangengrube

Der Film beruht auf dem autobiografischen Roman „The Snake Pit“ aus dem Jahr 1946 von Mary Jane Ward. Sie schreibt über ihre eigenen Erfahrungen in der Psychiatrie. Die Schlangengrube war einer der ersten Filme, der sich ernsthaft mit dem Thema der Therapie psychisch kranker Menschen auseinandersetzte.

Mary Jane Ward war selbst acht Monate in einer Psychiatrie, im Rockland State Hospital Orangeburg, New York. Bei ihr wurde wahrscheinlich fälschlicherweise eine Schizophrenie diagnostiziert. Während ihrer Therapie bekam sie heiße Bäder und Elektroschocks. Sie litt wohl an ASD, acute stress disorder, eine akute Belastungsreaktion. Dies ist keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion der menschlichen Psyche auf eine außergewöhnliche Erfahrung.

Ihre Erfahrungen in der Psychiatrie, die auch eine Psychoanalyse umfasste, schrieb sie in ihrem autobiografischen Roman. Mary Jane Ward wurde am 27. August 1905 in Fairmount, Indiana, geboren. Als Kind interessierte sie sich für Musik. Sie komponierte eigene Lieder, fand dann jedoch immer mehr zum Schreiben. 1923 beendete sie die High School und studierte Englisch an der Northwestern University und übte einige Gelegenheitsjobs aus. Im März 1928 heiratet sie den Statistiker Edward Quayle, der Theaterstücke schrieb und sie dadurch inspirierte selbst zu schreiben. So veröffentlichte sie einige Kurzgeschichten. 1937 fand sie eine Anstellung als Literaturkritiker. Kurze Zeit später veröffentlicht sie zwei Romane, diese wenig Beachtung fanden.

Das Paar zog 1939 nach Greenvich Village. Keiner der beiden hatte Erfolg mit den Veröffentlichungen ihrer Werke. Folglich kam es zu einer finanziellen Belastung, was bei ihr zu einem Nervenzusammenbruch führte. Man wies sie in das Rockland State Hospital ein, wo sie acht Monate verbrachte. Somit entstand ihr Roman „The Snake Pit“ der 1946 veröffentlicht und von Kritikern hoch gelobt wurde, selbst von Experten aus psychiatrischen Bereichen.

Als das Buch erschienen ist, leugnete sie zunächst das es ihre eigene Geschichte widerspiegelt und ihr Leben in irgendeiner Weise darin erzählt wird. Später stellte sich heraus, dass das Buch ihre eigenen Erfahrungen im Hospital darstellt. Der freundliche Arzt im Film „Dr. Kik“, sei wohl ihr damals behandelnder Arzt Gerard Chrzanowski. Er war einer der ersten Ärzte in den Vereinigten Staaten der Psychoanalyse bei Patienten durchführte. Ein weiterer Arzt am Hospital, Dr. Militades Zaphiropoulos, dieser ebenfalls Mary Jane Ward behandelte, sagte in einem Interview, das der Spitzname von Chrzanowski „Dr. Kik“ gewesen sei, weil die Amerikaner Schwierigkeiten hatten seinen Namen auszusprechen.

Nachdem ihr Roman Erfolg hatte und zu einem Bestseller wurde, zog das Ehepaar auf eine Farm, außerhalb von Chicago. Sie veröffentlichte noch weitere Bücher, acht Bücher schrieb sie insgesamt. Aufgrund psychischer Probleme musste sie für drei weitere Male in ein Krankenhaus. Ihre letzten beiden Romane griffen erneut das Thema der psychiatrischen Erkrankung auf. Mary Jane Ward starb am 17. Februar 1981, im Alter von 75 Jahren, in Tucson, Arizona.