True Story

Gangster’s Paradise: Jerusalema – südafrikanisches Drama aus dem Jahr 2008.

Gangsters Paradise

 

Der Film beruht auf wahren Ereignissen. Es ist ein Blick in die Kriminalität und der Korruption in Johannesburg, Südafrika.

Drehbuchautor und Regisseur Ralph Ziman war auf der Suche nach einer kriminellen Geschichte in Südafrika, diese er verfilmen wollte. Im Jahr 2004 stieß er auf eine Geschichte eines Verbrechersyndikats im Zentrum von Johannesburg. Hier hatte man sich Gebäude unter den Nagel gerissen und die Mieten der Bewohner kassiert. Für den Regisseur die perfekte Story, denn in Johannesburg mangelt es für die arbeitende Bevölkerung an bezahlbaren Wohnungen.

Ralph Ziman war es wichtig, das Wohnviertel Hillbrow, inmitten von Johannesburg, so authentisch wie möglich zu zeigen. Dieses Viertel ist bekannt für eine hohe Bevölkerungsdichte, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität. Die Mehrheit der Bewohner sind Leute aus den Townships, ländlichen Gegenden und aus ganz Afrika. Viele von ihnen leben in bitterer Armut. Hillbrow war einfach heruntergekommen, teilweise gibt es kein Strom und kein fließendes Wasser. Alles gleicht einer Verwüstung und in den Hochhausblocks leben Tausende von Menschen. In einigen Gebäuden ist selbst das Abwassersystem völlig zusammengebrochen. Abwasser läuft mitten auf die Straße und auf den Balkonen macht man Feuer um zu kochen.

Zur Zeit der Apartheit war Hillbrow das Geschäftszentrum der Stadt. Hier durften nur Weiße wohnen. Viele verließen den Stadtteil und zogen nach Sandton. Es kam zum Verfall von Gebäuden und der Ausbildung von Slums.

Die Kriminalität in Johannesburg ist allgegenwärtig. Selbst beim Dreh des Films benötigte man Sicherheitspersonal, darunter bewaffnete Wachen von denen viele Ex-Polizisten sind. Die Security bestand aus mehr Leuten als die gesamte Crew des Films. Johannesburg hat noch immer den Ruf die Stadt des Verbrechens weltweit zu sein. Statistiken sprechen für sich, unzählige Morde, Vergewaltigungen und Raubüberfälle.

Dem Regisseur war es gelungen den Kopf dieser Bande (im Film Lucky Kunene) zu treffen und mit ihm zu reden. Steven, ein großer, charmanter und gebildeter Mann mit Narben im Gesicht. Er spricht über ein besseres Leben das er für die Menschen erreichen möchte. Er weiß aber auch, dass er selbst ein paar Straftaten begangen hat. Unter anderem wurden Beschwerdebriefe gefälscht um an die Gebäude zu gelangen und die Mieten kassieren zu können.