True Story

Nashville Lady (Coal Miner’s Daughter) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1980.

Nashville Lady

Der Film beruht auf der Autobiografie von Loretta Lynn, einer amerikanischen Country-Sängerin. Sie ist eine der erfolgreichsten Country-Sängerinnen der 1960er und 1970er Jahre, was mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen geehrt wurde.

Loretta Lynn wurde am 14. April 1932 als Loretta Webb in der kleinen Gemeinde Van Lear, Butcher Hallow, Kentucky,  in den Appalachen geboren. Ihr Vater Theodore Melvin „Ted“ Webb (1906-1959) arbeitete in einem Kohlebergwerk. Ihre Mutter Clara Marie „Clary“, geborene Ramey (1912-1981) hatte zusammen mit ihrem Mann acht Kinder. Loretta war die zweitälteste.

Bereits mit 15 Jahren, am 10. Januar 1948, heiratete Loretta den 21-jährigen Oliver Vanetta Lynn (1926-1996). In der Region gab es zum Teil nur Arbeit in den Kohleminen. Um dem zu entkommen, zog das frisch vermählte Paar nach Custer im Bundesstaat Washington. Noch im selben Jahr gebar sie ihr erstes Kind, Tochter Betty Sue (1948-2013). Das Paar bekam noch fünf weitere Kinder, Jack Benny (1949-1984), Clara Marie wurde 1951 geboren, Ernest Ray, geboren 1959 und die Zwillinge Peggy Jean und Patsy Eileen die 1964 zur Welt kamen.

1953 kauft ihr Mann eine Gitarre. Sie solle darauf üben, auch weil er ihren Gesang mochte. Sie brachte sich selbst das Gitarre spielen bei. Ihr Ehemann ermutigte sie und sie wurde immer besser. So kam es zu den ersten Auftritten in den Bars und Clubs. 1961 begann ihre Gesangskarriere. 1962 trat sie im Grand Ole Opry, einer Radioshow in Nashville, Tennessee, auf. Die Country-Musik-Konzerte haben hier Kultstatus. Auch ihre Freundin Patsy Cline sang beim Grand Ole Opry. Sie kam am 5. März 1963 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Loretta Lynn war nun ein Teil der Country-Szene. Sie veröffentlichte 70 Alben, wovon 17 Platz 1 der Charts erreichten. Hinzu kamen 27 Nummer 1 Hit Singles. Sie schrieb 160 Songs. Ihre Single Honky Tonk Girl erreichte Platz 14 der Billboard-Single Charts. Sie sang über Themen mit denen sich Frauen beschäftigen, so zum Beispiel Männer und über Dinge mit denen man in einer Ehe konfrontiert wird.

Einige Radiosender weigerten sich ihre Songs zu spielen. Zusammen mit Tammy Wynette, die auch ihre eigenen Texte, wie den klassischen Themen, Einsamkeit, Scheidung und den Hürden des Lebens schrieb und gleichzeitig als Sängerin auftrat, hatten sie die Rolle der Frau in der Country-Musik-Szene neu definiert.

1976 veröffentlichte sie ihre Autobiografie Coal Miner’s Daughter, diese 1980 verfilmt wurde. Coal Miner’s Daughter ist auch der Titel einer ihrer vielen Songs, der 1969 entstanden ist. Hier singt sie über ihr Leben, wie sie aufgewachsen ist während der Vater in der Kohlemine hart arbeiten muss. Es entstand ihre zweite Autobiografie Still Woman Enough.

2004 feierte sie ihr Comeback. 2007 brachte sie mit weiteren Musikern das Album Anchored in Love zu Ehren June Carter Cash, der Ehefrau von Johnny Cash, heraus. 2010 feierte sie ihr fünfzigjähriges Bühnenjubiläum.