True Story

Red Sniper – Die Todesschützin – ukrainisch-russisches Kriegsdrama, Biografie aus dem Jahr 2015.

Red Sniper

Thematisiert wird die Geschichte von Ljudmila Pawlitschenko, einer sowjetischen Scharfschützin im Zweiten Weltkrieg. Sie tötete 309 feindliche Soldaten und gilt als die erfolgreichste Scharfschützin in der Geschichte.

Ende 1942 reiste sie in die USA, das heißt man entsandte sie in die Vereinigten Staaten um Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Im Auftrag des sowjetischen Oberkommandos sollte sie um Unterstützung werben. Sie sprach kein Wort Englisch aber ihre Mission war offensichtlich. Ljudmila Pawlitschenko galt als kampferprobt und war hochdekorierter Leutnant der 25. Schützendivision der Roten Armee.  Josef Stalin wollte Unterstützung der westlichen Alliierten um die Deutschen zu besiegen, eine zweite Front und um die eigenen sowjetischen Truppen zu entlasten. Sie war die erste Sowjetbürgerin die vom amerikanischen  Präsidenten Franklin D. Roosevelt im Weißen Haus empfangen wurde. Mit dessen Ehefrau Eleanor Roosevelt reiste sie durch Nordamerika. In Kanada traf sie auf weitere Scharfschützen.  Während ihrer Staatsbesuche erzählte sie von ihren Erfahrungen im Kampf. Ljudmila Pawlitschenko war gerade mal 25 Jahre alt. In New York wurde sie vom Bürgermeister Fiorello LaGuardia begrüßt. Reportern fiel ihre olivgrüne Uniform auf und das sie stets ungeschminkt sei.

1941 als das Deutsche Reich die Sowjetunion überfiel, studierte sie im vierten Jahr Geschichte an der Universität Kiew. Sie meldete sich freiwillig zum Militärdienst an die Front und wurde der 25. Schützendivision zugeordnet. Sie hätte auch die Möglichkeit gehabt als Krankenschwester ihren Dienst zu verrichten, doch sie lehnte dies ab.  So wurde sie eine von 2000 weiblichen Scharfschützen in der Roten Armee, wovon etwa 500 den Krieg überlebten. Sie verteidigte ihr Land, tötete 309 Soldaten unter denen 36 feindliche Scharfschützen waren.

1942 wurde sie von einer Mörsergranate verletzt. Nachdem sie sich erholt hatte, kam sie wieder an die Front. Die Armeeführung entschied sich, sie aus den Kampfeinsätzen zu nehmen, da man bei ihrem möglichen Tod eine demoralisierende Wirkung auf die übrigen Soldaten befürchtete.

So besuchte sie mit einer Delegation die Vereinigten Staaten. Die Journalisten nannten sie einfach nur „Lady Death.“ Sie berichtete von ihrem Kampf als die Stadt Sewastopol von den Deutschen angegriffen wurde. Hier hatten die sowjetischen Streitkräfte erhebliche Verluste erlitten. Nach einem achtmonatigen Kampf musste man die Stadt aufgeben.

1943 wurde ihr der goldene Stern der Helden der Sowjetunion verliehen. Woody Guthrie, ein amerikanischer Folksänger, schrieb den Song „Miss Pavlichenko.“

Ljudmila Michailowna Pawlitschenko wurde am 12. Juli 1916 in Bila Zerkwa, in der Nähe von Kiew, geboren. Als sie 14 Jahre alt war zog die Familie nach Kiew. Dort besuchte sie einen Schützenverein und wurde als Scharfschützin ausgebildet. 1937 begann sie ihr Studium. Nach dem Krieg schloss sie dieses an der Universität Kiew ab und arbeitete als Historikerin. Ljudmila Pawlitschneko starb am 10. Oktober 1974 im Alter von 58 Jahren.