True Story

Die Bartholomäusnacht (La Reine Margot) -französisch-italienisch-deutsches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1994.

Die Bartholomäusnacht

Der Film basiert auf der sogenannten Bartholomäusnacht, auch bekannt unter der Pariser Bluthochzeit. Ein Massaker an französischen Protestanten, Hugenotten, das in der Nacht auf den 24. August 1572 stattgefunden hat. In Paris begann der kaltblütig geplante Massenmord dem 3000 Menschen zum Opfer fielen, diese allein nur in Paris. Hinzu kommen die Opfer, mehrere Tausend, in der Provinz.

Zentrales Thema war der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten. Dieses Massaker, die Bartholomäusnacht, ist eines der traurigsten Ereignisse der französischen Geschichte und auch heute noch fest im kollektiven Gedächtnis der Bevölkerung verankert. Es ist ein zentrales Ereignis der Hugenottenkriege, einer Reihe von acht Bürgerkriegen von 1562 bis 1598. Hierbei ging es um die Frage der richtigen Glaubenszugehörigkeit. Ziel einer katholischen Adelspartei war es, die Hugenotten mindestens von den staatlichen und kirchlichen Pfründen auszuschließen und zugleich das Königtum zu kontrollieren.

Der Auslöser dieses Massakers war die Hochzeit des hugenottischen Königs Heinrich von Navarra mit Margarete, Schwester des französischen Königs Karl lX. Diese Heirat sollte die Religionsfeindlichkeiten in Frankreich gütlich beenden. Der gesamte hugenottische Adel hatte sich in Paris eingefunden um an der Hochzeit teilzunehmen. Die Hochzeit sollte die neue Politik des Friedens und der Aussöhnung symbolisieren und besiegeln. So gab es auch Gegner dieser Hochzeit, die ein solches Vorhaben ablehnten.

Am 18. August 1572 fand die Hochzeit von Heinrich von Navarra und Margarete von Valois statt. Gaspard II. de Coligny (1519-1572) Admiral und Hugenottenführer hatte vor, nach der mehrtägigen Festveranstaltung, mit dem König im Louvre etwas zu besprechen. Auf dem Rückweg aus dem Königspalast hatte er nur durch Zufall einen Anschlag überlebt. Der Attentäter namens Maurevert, konnte schnell identifiziert werden. Dieser hatte bereits 1569 im Auftrag des Königs den Hugenottenführer Mouy ermordet.

Nun herrschte Aufruhr in Paris, da man einen Racheakt oder Vergeltungsschlag der Hugenotten vermutete. Angst macht sich breit, da auch etwa 4000 Mann hugenottischer Truppen in der Nähe von Paris verweilten. 1570 hatte man Frieden vereinbart, doch in der Nacht zum 24. August 1572 kam es zu einer Orgie aus Blut und Gewalt. Da Anhänger von Coligny zur Rache aufgerufen hatten, stellte man ihnen eine Falle. Man nutzte die Gelegenheit das alle Hugenottenführer an einem Ort versammelt waren. Die Täter trugen weiße Schleifen am Hut und machten mit Kreide weiße Kreuze an bestimmte Häuser.

König Karl IX. wurde informiert, stimmte dem Vorhaben zu. Er galt als psychisch labil und war geradezu begeistert für das unheilvolle Unternehmen. Es war der Beginn eines schrecklichen Massakers, dem Tausende von Menschen zum Opfer fielen. Nachdem man den Admiral Coligny getötet und dessen Leichnam aus dem Fenster geworfen hatte, gingen die Mordtruppen dazu über sämtliche Hugenotten zu töten. Alle die nach Paris gereist waren, seien zu beseitigen. Nicht nur Männer wurden grausam getötet, auch wehrlose Frauen und Kinder.

Der Herzog von Guise rief zum Töten auf und stachelte den Mob an. Dies begründete er, weil der König es so wolle. Allein in Paris starben rund 3000 Menschen einen gewaltsamen Tod. Das Morden hielt bis Oktober an. Die Welle der Gewalt breitete sich auch auf andere Städte aus. Es lässt sich nur schwer nachvollziehen wie viele Opfer es gegeben hat, man schätzt 5000 bis 15000 Opfer. Auch bekannte Persönlichkeiten waren unter den Opfern, wie der Humanist und Philosoph Petrus Ramos und der Komponist Claude Goudimel.

Ein Augenzeuge schilderte die Ereignisse; „Hier wurde einem Greise das graue Haupt an den Steinen zerschlagen, dort starke Männer, die in vielen Schlachten ruhmvoll gekämpft hatten, von elenden Buben zu Tode gemartert.

Der 23-jährige König Karl IX. starb 1574, vermutlich durch Gift. Henri de Guise wurde 1588 ermordet. Die Bartholomäusnacht war nicht nur ein Massaker sondern auch ein staatspolitischer Fehlschlag. Der Bürgerkrieg ging weiter.