True Story

Der Fall Cicero (Five Fingers) – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1951.

Der Fall Cicero

Der Spionage-Thriller, Agentenfilm, beruht auf dem Buch Operation Cicero aus dem Jahr 1950 von Ludwig Carl Moyzisch, einem Militärattaché der deutschen Botschaft in Ankara in den Jahren 1943 und 1944. Diesem wurden geheime Dokumente der Briten angeboten.

Der Albaner Elyesa Bazna (1904-1970), der als Kammerdiener für den britischen Botschafter Sir Hughe Montgomery Knatchbull Hugessen in der Türkei tätig war, beschaffte den Deutschen mehrere Dokumente von strengster Geheimhaltung. Darunter Informationen der Kriegsführung, einer geplanten Invasion in der Normandie und der Konferenz von Teheran. Diese Konferenz ist auch als Konferenz der „Großen Drei“ bekannt, bei dieser sich die Regierungschefs Stalin, Roosevelt und Churchill in Teheran trafen um über die Vorgehensweise gegen Hitler zu sprechen.

Somit wurde Elyesa Bazna zu einem der bekanntesten Spione während des Zweiten Weltkriegs. Sein Deckname war Cicero. Motivation für seine Spionagetätigkeit und der Herausgabe von Informationen war ein Gefühl der Macht. Als Kammerdiener des britischen Botschafters saß er förmlich an der Quelle. Er begann im Oktober 1943 damit diese streng vertraulichen Dokumente zu fotografieren, kontaktierte Ludwig Carl Moyzisch und verlangte für anfangs 56 Dokumente 20.000 Pfund. Somit wurde er zu einem der best bezahlten deutschen Agenten.

Für ihn ein lukratives Geschäft, er wollte das Geld. Elyesa Bazna stammte aus ärmlichen Verhältnissen und genoss eine eher niedrigere Schulbildung. Aber er hatte Mut, war mutig genug um hier die Chancen zu ergreifen. Nun war er ein Spion der für den deutschen Sicherheitsdienst des Reichsführers SS tätig war. An die Unterlagen gelangte er nur, weil der britische Botschafter diese mit in seine Privatwohnung nahm. Dies war eigentlich gegen die Vorschriften.

Die Deutschen, darunter der Botschafter Franz von Papen, Außenminister Joachim von Ribbentrop und der Leiter der Geheimdienste Walter Schellenberg stimmten dem Vorhaben zu, für brisante Dokumente Geld zu zahlen. Mittlerweile war es für Bazna schwierig geworden an die Dokumente zu gelangen, da man ein neues Sicherheitssystem mit einem Alarm installiert hatte. Geld hatte bereits genügend bekommen, womit er seinen Job als Kammerdiener im März 1944 kündigte.

In Bursa, einer Stadt in der Westtürkei, begann Bazna mit seinem Vermögen, dem reichlichen Bargeld, ein Hotel zu errichten. Die Banknoten entpuppten sich hingegen als Fälschungen – sein Vermögen löste sich in Luft auf. All seine angehäuften Schulden musste er begleichen und kämpfte ums Überleben. Später zog es ihn nach München, wo er am 23. Dezember 1970 verstarb. Er war zweimal verheiratet und Vater von acht Kindern.