True Story

Gesprengte Ketten (The Great Escape) – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1963.

Gesprengte Ketten

Das Drama beruht auf einer wahren Begebenheit, einer Flucht aus dem deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III. In diesem Lager befanden sich Angehörige der gegnerischen Luftwaffe, darunter Briten und Amerikaner. Dieses Lager befand sich 160 km südöstlich von Berlin, in der Stadt Sagan, heute Żagań, einer Stadt in Polen.

Der Film basiert zudem auf dem Buch The Great Escape aus dem Jahr 1950 von Paul Brickhill, einem australischen Kampfpilot und Kriegsgefangenen im Stalag Luft III. Die Charaktere im Film beruhen auf realen Personen.

Das Stammlager der Luftwaffe wurde 1942 errichtet. Man hatte bewusst diese Stelle gewählt, da der Boden sehr sandig ist und es schwierig sein würde, fast unmöglich, hier Tunnel für eine Flucht graben zu können. Viele der Inhaftierten waren ausgesprochen ausbruchsüchtig. Sie träumten nur von Flucht. Der Film schildert das waghalsige Unternehmen der gefangenen Helden. Sie waren stolz auf ihre Taten.

Die Gefangenen hatten den Plan mehr als 200 Männer aus dem Stalag Luft III zu befreien. Das Lager zählte zu den sichersten Kriegsgefangenenlagern Deutschlands. „Es ist unmöglich, ein Lager völlig ausbruchsicher zu machen, vor allem, wenn clevere Leute darin sitzen“, so John Weir, EX-POW, (Kriegsgefangener) Stalag Luft III. „Wenn 2000 Männer, intelligente Männer, alle das selbe Ziel verfolgen, dann kann man sie einfach nicht halten.“

Unter den Gefangenen befand sich auch der Australier Paul Brickhill, der 1943 in Tunesien von den Deutschen abgeschossen wurde. Er wurde nach Deutschland gebracht und blieb bis Kriegsende in Stalag Luft III. Während dieser Zeit war Brickhill am Bau von drei Tunneln beteiligt. Darunter befand sich der 100 Meter lange Tunnel, durch den 76 Männer im März 1944 entkamen. Paul Brickhill hatte Zugang zu allen Werkstätten und Zusammenkünften. Der kanadische Flieger Wally Floody war für Design und Planung der drei Tunnel verantwortlich. Nach dem Krieg kehrte er in seine Heimat zurück. Die Leiter des Unternehmens waren sich der Bedeutung bewusst und wollten, dass die Geschichte publik gemacht wird. An dem wirklichen Ausbruch waren Hunderte beteiligt.

So gab es zum Beispiel den „Schnorrer“ im Film gespielt von James Garner, dessen Job in Wirklichkeit von vielen Leuten verrichtet worden war. Der Gefangene Roger Bushell, ein 33-jähriger südafrikanischer Pilot, spielte bei der Planung der „großen Flucht“ eine entscheidende Rolle. Er war ein harter aber gerechter Mann und hatte alle beeindruckt.

Im echten Stalag Luft III gab es 10.000 Flieger in sechs Komplexen. Man hoffte 200 Männer durch die Tunnel zu befreien. Aber durch ein Tunneleinbruch und ein Fliegeralarm kamen nur 79 hinaus. Danach wurde der Tunnelausgang von einer Wache entdeckt. Von den 79 Männern wurden gleich drei am Tunnelausgang geschnappt. Für die restlichen 76 fing die Flucht erst an. Die meisten wurden innerhalb weniger Tage wieder aufgegriffen. Die Gestapo nahm sie in Gewahrsam bis über sie entschieden werden sollte. Hitler wollte sie sofort erschießen lassen. Scheinbar brachte SS-Chef Himmler ihn davon ab. Letztlich lautete der Befehl 50 von ihnen zu erschießen. Es folgten Erschießungen an mehreren Tagen.

Als diese Nachricht das Lager erreichte, war man entsetzt darüber, da auch die Bestimmungen der Genfer Konvention gebrochen wurden. Der Holländer Bob van der Stok hatte es geschafft und reiste durch Europa nach Spanien. Die Norweger Petter Bergsland und Jens Muller entkamen auf einem Schiff.