True Story

Kinsey – Die Wahrheit über Sex – amerikanisch-deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2004.

Kinsey

 

Der Film gewährt Einblick auf das Leben von Alfred Kinsey, einem amerikanischen Sexualforscher. Alfred Charles Kinsey (1894-1956) war zudem Hochschullehrer und Professor für Zoologie.

Kinsey hat das Denken der Postmoderne über Sex und Sexualität geprägt. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er in seinen beiden Büchern; „Sexual Behavior of the Male“ aus dem Jahr 1948 und „Sexual Behavior of the Female“, dieses 1953 erschienen ist. Bis heute gilt Alfred Kinsey als der einflussreichste und wichtigste Sexualforscher des 20. Jahrhunderts. Selbst in den Medien wurde er zum Helden der sexuellen Befreiung stilisiert. Man nannte ihn einfach auch nur Dr. Sex.

Seine beiden erschienenen Bücher sind auch unter dem Kinsey-Report bekannt, dieser zu den Meilensteinen der sexuellen Aufklärung Erwachsener und der sexuellen Revolution zählt. Bei seinen Forschungen fand er zum Beispiel heraus, das etwa 46% der männlichen Bevölkerung heterosexuelle aber auch homosexuelle Erfahrungen hatten. Bei den Frauen hatten etwa 6 bis 14% homosexuelle Erfahrungen. Hier befragte er Frauen im Alter von 20 bis 35 Jahren. Seine Karriere als Sexualforscher begann 1938, als die Studentenvereinigung ihn als Biologen bat, Ehevorbereitungskurse anzubieten.

Den ersten Geschlechtsverkehr, laut seinen Befragungen, hatten 16-Jährige bei den Männern 20,9% und bei den Frauen 6%. Bei Männern und Frauen im Alter von 19 Jahren gibt Kinsey dies mit 10,8% und 11,2% an. Kinsey führte zu seinen Studien vertrauliche Interviews. Er stellte Fragen zum Orgasmus, Masturbation, heterosexuellen Geschlechtsverkehr, homosexuellen Bindungen, Geschlechtsverkehr mit Tieren und weiteren sexuellen Praktiken. Ihn interessierten auch die verschiedenen Stellungen, welche mag man und welche wurden praktiziert, gibt es ein Vorspiel, wenn ja wie lange, welche Fantasien man beim Sex habe. Im Lauf seines Lebens sammelten er und sein Team etwa 18.000 Fallgeschichten.

Alfred Kinsey wurde am 23. Juni 1894 in Hoboken, New Jersey, geboren. Er war das älteste von drei Kindern. Obwohl sein Vater als Professor arbeitete, galt die Familie als arm. Bereits in jungen Jahren zeigte er sehr großes Interesse an der Natur. Gegen den Willen des Vaters studierte er Biologie. 1921 heiratet er Clara Bracken McMillen, die Chemie studierte. Mit ihr hat er vier Kinder. Kinsey war bisexuell und das Paar hatte vereinbart, dass beide mit anderen Personen schlafen können. Er schlief auch mit Männern, darunter einer seiner Schüler, Clyde Martin. Am 25. August 1956 verstarb Alfred Kinsey im Alter von 62 Jahren.

Er legte den Grundstein für die akademische Sexualforschung. Insgesamt 25.000 Amerikaner wurden über ihre sexuellen Verhaltensweisen befragt. Mit seiner erstellten Kinsey-Skala bewertete er die sexuelle Orientierung eines Menschen. Eine Skala von 0 bis 6, ausschließlich heterosexuell bis ausschließlich homosexuell.