True Story

Bruder Sonne, Schwester Mond (Fratello sole, sorella luna) – italienisch-britisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1972.

Bruder Sonne, Schwester Mond

Der Film beschreibt die frühen Jahre des Franz von Assisi (1182-1226), der auf die Reichtümer seiner Familie und ein bequemes Leben verzichtet, um im spirituellen Einklang mit der Natur zu leben. Die Widersagung aller weltlichen Güter machte den Heiligen Franziskus zum ersten „Aussteiger“ der Geschichte. Kaum ein Heiliger hat bis heute eine solche Anerkennung gefunden wie Franz von Assisi. Er diente als Vermittler zwischen den verschiedenen Religionen und galt als Patron der Armen, Blinden, Lahmen und Strafgefangenen.

Franz von Assisi mit eigentlichen Namen Giovanni Battista Bernardone wurde um 1181/82 in Assisi, Italien, geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Kaufmann und Francesco, wie ihn sein Vater nannte, genoss dessen Reichtum. Dadurch hatte er viele Freunde und mochte es im Mittelpunkt zu stehen. Der Vater wollte das er ebenfalls ein Kaufmann wird. Er ermöglichte seinem Sohn eine gute Ausbildung. So lernte er Lesen, Schreiben, Rechnen und Latein. Francesco wollte nicht das Geschäft des Vaters übernehmen. Daraufhin verstieß ihn der Vater und enterbte ihn 1206 vor den Augen des Bischofs von Assisi.

Im Jahre 1202 war Franziskus mit Assisi in einen Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia gezogen. Die Truppen von Assisi unterlagen bei einem Gefecht bei Collestrada. Er kam in Gefangenschaft und wurde nach Zahlung einer Kaution wieder frei gelassen. Krank und zutiefst erschüttert kehrte er heim. Ihn hatte etwas verändert. Einer Legende nach habe Gott zu ihm gesprochen; „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät.“ Dies hatte sein Leben komplett verändert.

Fortan widmet er sich dem Glauben und lebt in freiwilliger Armut. Er führt ein Büßerleben in Gebet und strengem Verzicht. Einige der zerfallenen Kapellen baute er wieder auf. Er ging von Haus zu Haus und bettelte nach Essen. Er fand Mitstreiter und Gefährten. Mit ihrem Bettelorden standen sie dem Glanz und der Glorie von Papsttum und höfischem Zeremoniell entgegen. Papst Innozenz III. gewährte Franziskus im Jahr 1209 eine Audienz.

1219 reist Franziskus als Missionar nach Palästina und schloss sich dem Kreuzfahrerheer an, das auf dem Weg nach Ägypten war. Dort versuchte er Frieden zu schaffen, was ihm nicht gelungen war. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich, zudem gab es Unstimmigkeiten innerhalb seines Ordens. Seine Gesundheit litt immer mehr, erblindet und völlig geschwächt verstarb Franz von Assisi, Stifter des Franziskanerordens, am 3. Oktober 1226 in der Portiuncula-Kapelle, diese er selbst wieder aufgebaut hatte.

„Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zeit, erfüllt seine Zwecke und geht vorbei.“ Franz von Assisi