True Story

Des Teufels General – deutsches Drama aus dem Jahr 1955.

Des Teufels General

Der Film orientiert sich am Theaterstück Des Teufels General, dieses am 14. Dezember 1946 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde. Der Generalflugzeugmeister Ernst Udet diente als Vorbild für den im Film zu sehenden General Harras, dargestellt von Curd Jürgens.

Ernst Udet war mit Carl Zuckmayer, der das Theaterstück schrieb, befreundet. Beide hatten sich während des Ersten Weltkriegs kennengelernt. Ernst Udet (1896-1941) war als einer der erfolgreichsten Jagdflieger des Ersten Weltkriegs aber auch als waghalsiger Kunstflieger bekannt. Zur Fliegerei kam er schon sehr früh, da er durch einen verständnisvollen Vater das Fliegen noch vor dem Eintritt in die Armee lernen konnte.

Geboren wurde Ernst Udet am 26. April 1896 in Frankfurt am Main. Die Familie zog später nach München wo er aufgewachsen ist. Sein Entschluss Flieger zu werden reifte schon recht früh. Nachdem man ihn einige Male abgewiesen hatte, zu jung, oder zu klein, erwarb er Ende April 1915 den zivilen Flugschein. Er bewarb sich bei den preußischen Luftstreitkräften und wurde genommen. Seine Ausbildung erhielt er in Darmstadt und wurde der Artillerie-Fliegerabteilung 206 zugeteilt. So wurde er Flugzeugführer in einer Kampfeinheit.

Mit seinen Einsätzen im Ersten Weltkrieg erzielte Ernst Udet 62 anerkannte Abschüsse. Somit war er nach Manfred von Richthofen der zweiterfolgreichste deutsche Jagdflieger. Nachdem er als Oberleutnant nach Ende des Ersten Weltkriegs aus der Armee ausgeschieden war, flog er als Kunstflieger.

1921 gründet er seine Firma Udet Flugzeugbau. Hier wurden kleinere Sportflugzeuge entwickelt und gebaut. Er hatte sich einen Namen gemacht, jeder kannte ihn als den populären Kunstflieger. 1925 verließ er die Firma, diese weiter unter seinen Namen existierte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von Hermann Göring persönlich zum Generalflugzeugmeister, Chef des technischen Büros, der deutschen Luftwaffe ernannt. 1935 trat Ernst Udet in das Reichsluftfahrtministerium ein. Ein Jahr darauf war er Leiter des Technischen Amtes. Aber auch Mitglied der NSDAP wurde er und man nutzte ihn  zunehmend als aktiven Teil der NS-Propaganda. Von Göring umworben trat er als Oberst in die Luftwaffe ein.

Hier kam es zu Problemen, er war dieser Aufgabe nicht gewachsen. Mit den bürokratischen Zwängen und einer Behörde mit 4.000 Mitarbeitern kam er nicht zurecht. Er war einfach überfordert, was die rüstungs-wirtschaftlichen Feinheiten betraf. Hinzu kam ein Kompetenzgerangel mit Göring und den behördeninternen Vorschriften. Bei der Entwicklung des Bombers He 177 war es zu Fehlentscheidungen gekommen.

Die technischen Probleme die hier aufgetreten sind, wurden untereinander zugeschoben. Niemand wollte die Verantwortung übernehmen. Sein Aufstieg ging dennoch weiter und er wurde 1940 zum General der Flieger ernannt. Die Vorwürfe Hitlers an Göring bezüglich des Versagens der Luftwaffe im Feldzug gegen die Sowjetunion, gab Göring diese an Udet weiter und stempelte ihn förmlich ab, er sei für die Miseren verantwortlich. Göring ließ ihn im Stich und bestritt selbst jegliche Verantwortung.

Ernst Udet hatte man zum Sündenbock gemacht. Um dem zu entkommen wählte er den Freitod und erschoss sich am 17. November 1941 in Berlin.