True Story

Catch a Fire – französisch-britisch-südafrikanischer Thriller, Biografie aus dem Jahr 2006.

Catch a Fire

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Hauptthema des Films ist die Apartheid in Südafrika. Der biographische Thriller erzählt die Geschichte einiger Aktivisten die sich gegen die Rassentrennung einsetzten.

Drehbuchautorin Shawn Slovo ist die Tochter von Joe Slovo und Ruth First, diese der Kommunistischen Partei Südafrikas angehörten und gegen die Apartheid kämpften. Ihre Eltern waren Mitglieder der Anti-Apartheid-Bewegung, AMM. Das Paar hatte drei Töchter, Shawn, Gillian und Robyn. Produziert wurde der Film unter anderem von ihrer Schwester Robyn Slovo.

Joe Slovo und Ruth First waren wichtige Köpfe im Kampf gegen die Apartheid. Sie leisteten bewaffneten Widerstand und verbüßten einige Zeit in Haft. Ruth First, Tochter jüdischer Einwanderer aus Lettland, wurde 1982 ermordet. 1964 ging sie nach London. Hier war sie in der britischen Anti-Apartheid-Bewegung aktiv. 1978 wurde sie Direktorin eines Forschungsausbildungsprogramms an der Eduardo Mondlane Universität in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Hier setzte sie sich für den Sturz des Apartheid-Regimes ein.

Craig Williamson ein damaliger Major der südafrikanischen Polizei ordnete ihre Ermordung an. Am 17. August 1982 starb die 57-Jährige durch eine Briefbombe, die man ihr an die Universität geschickt hatte.

Der in Litauen geborene Joe Slovo, war Jude und Kommunist. Er war langjähriger Führer der Kommunistischen Partei Südafrikas, SACP und führendes Mitglied des African National Congress, ANC. Unter Präsident Nelson Mandela war er Minister für Wohnungsbau. Er starb 1995 im Alter von 68 Jahren an Krebs.

Ein weiteres Mitglied des African National Congress war der 1949 geborene Patrick Chamusso, dieser militante Aktionen gegen das Regime führte. Mit 28 Jahren fand er einen Job bei dem Chemieunternehmen SASOL in Johannesburg. Seine Aufgabe bestand darin die Kohle aus der benachbarten Mine in die Raffinerie zu befördern. Für ihn ein gut bezahlter Job. Er galt auch als talentierter Fußballspieler und war bei Mitarbeitern und in seinem Wohnort sehr beliebt.

Patrick Chamusso wurde 1980 verhaftet. Man warf ihm vor, einen Anschlag auf die Raffinerie in Secunda verübt zu haben. Er beteuerte seine Unschuld und wurde freigelassen. Und er selbst sagt, als Inhaftierter gefoltert worden zu sein. Er floh nach Mosambik und trat der paramilitärischen Organisation Umkhonto we Sizwe, einem bewaffneten Flügel des ANC, bei. Hier wurde er militärisch ausgebildet und ging nach Südafrika zurück.

Diesmal verübte er im Alleingang mehrere teils erfolgreiche Anschläge auf die Raffinerie in Secunda. Wie beabsichtigt gab es keinerlei Verletzte. Mittlerweile wurde nach ihm gefahndet. Man stellte ihn und verurteilte ihn zu 24 Monaten Haft auf der Gefängnisinsel Robben Island. Nachdem die Rassentrennung abgeschafft und er entlassen wurde, heiratete er. Das Paar bekam drei Kinder. Er und seine Frau kümmern sich zudem in ihrer Heimat Mpumalanga um 80 verwaiste Kinder.