True Story

Schritte in der Nacht (He Walked By Night) – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1948.

Schritte in der Nacht

Der semi-dokumentarische Film noir beruht auf Zeitungsberichten über die Aktionen des Kriminellen und Mörders Erwin Walker (1918-1982).

William Erwin Walker aka Erwin M. Walker oder auch bekannt als Machine Gun Walker, war ein ehemaliger Mitarbeiter der Polizei, dieser dort als Zivilbeschäftigter tätig war. Zudem ein Veteran der im Zweiten Weltkrieg diente. Über seine frühen Lebensjahre ist nur wenig bekannt. Er besuchte die Hoover School und das California Institute of Technology wo man Elektro- und Funktechnik unterrichtete. Danach fand er eine Anstellung als ziviler Angestellter in der Polizeifunkzentrale des Glendale Police Department.

Trotz seiner Sehschwäche und dicken Brille kam er zum Militär, aufgrund seiner Fähigkeiten in der Elektrotechnik. Während des Krieges besuchte er eine Offiziersschule in Brisbane, Australien und erreichte den Rang eines Leutnants. Von der Armee klaute er Dutzende von Waffen.

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten änderte sich sein Temperament, er kehrte nicht zu seiner Familie zurück und lebte allein. Aus dem einst sanften und rücksichtsvollen Erwin Walker wurde ein verschwiegener und schwieriger Mensch. Es ist der Beginn seiner kriminellen Karriere, bei denen er Lagerhäuser von Schallplatten- und Filmfirmen ausraubte. Es folgten zahlreiche Einbrüche und Raubüberfälle.

Er konnte das Kriegstrauma nie überwinden. Als Leutnant führte er eine Radar-Einheit mit 85 Mann. Einige dieser Männer starben wofür er sich verantwortlich fühlte. Dies war der Auslöser einer Persönlichkeitsstörung die ihn zum Verbrecher werden ließ. Er klaute Autos, fälschte die Kennzeichen, mit denen er sein Diebesgut transportierte und verkaufte. Mit diesem Geld wollte er die Entwicklung einer elektrischen Radar-Kanone finanzieren. Mit dieser wollte er dann die Regierung erpressen, den Armee-Sold zu erhöhen und somit ein Krieg teurer wird , sodass man nie wieder einen Krieg führen würde. Seine Garage diente ihm als Operationsbasis.

Am 25. April 1946 kam es zu einer Schießerei mit den beiden Polizeibeamten Lt. Colin C. Forbes und Sergeant Johnson, die ihn aufgrund seines Diebesguts verhaften wollten. Beide Beamte wurden dabei verletzt. Erwin Walker konnte durch die Kanalisation der Stadt fliehen obwohl man ihn ins Bein geschossen hatte.

Bereits im Mai setzte er seine Einbrüche fort. Dabei wurde er von dem Streifenpolizisten Loren Cornwell Roosevelt bemerkt. Er solle ihm sagen was er dort macht und sich ausweisen. In diesem Moment zog Walker die Waffe und tötete den Polizisten der am Steuer seines Wagens saß. Erwin Walker überfiel nun Spirituosenläden.

Im Dezember 1946 konnte man ihn in seinem Haus stellen. Es kam zum Prozess und man verurteilte ihn zum Tode. Kurz vor seinem Hinrichtungstermin versuchte er sich das Leben zu nehmen. Man wies ihn in eine Psychiatrie ein und erklärte ihn 1961 für geheilt. Aufgrund eines Gnadengesuchs wurde die Todesstrafe in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt. 1974 war er ein freier Mann und lebte irgendwo fernab der Öffentlichkeit. 1982 verstarb Erwin Walker.