True Story

Party Monster – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2003.

Party Monster

 

Der Film basiert auf dem Buch „Disco Bloodbath“ von James St. James, in dem die wahre Geschichte von Michael Alig, einem damaligen Partyveranstalter beschrieben wird.

Michael Alig war der Star der New Yorker Club-Szene Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre. Er war nicht nur Mitglied der Club-Kids, sondern organisierte auch Partys. Man trug schrille Kostüme und konsumierte Unmengen an Drogen, darunter Ketamin, Ecstasy, Kokain und Heroin. Seine Ideen wurden immer ausgefallener. Um dies, sowohl auch seinen Namen bekannter zu machen, ging er sehr aggressiv vor.

Seine Partys fanden zum Teil an außergewöhnlichen Locations statt, in einem abgeschlossenem Schiffscontainer oder auf der Ladefläche eines Lastwagens der durch Manhatten fuhr. Seine Aufgabe war es Partys zu organisieren, für ihn ein gut bezahlter Job, bei dem nicht all zu viel Aufwand nötig war. Man verkleidete sich mit schrillen Kostümen, als Drag Queens oder kindlichen Clowns. Einer dieser damaligen Clubs war das Limelight, wo man auch prominente Gäste wie Grace Jones, Pia Zadora und Andy Warhol antraf. Gleichzeitig unterstützte er mit seinen Partys verschiedene DJ’s.

Während man diese Partys ausgiebig feierte, kam es zu einem tödlichen Zwischenfall. Michael Alig und sein Freund Robert „Freeze“ Riggs ermordeten am 17. März 1996 den Drogendealer und Club-Besucher Andre „Angel“ Melendez. Es war zu einem Streit wegen langjähriger Drogenschulden gekommen. Man war gerade in der Wohnung von Michael Alig, als sie ihn mit einem Hammer erschlugen. Laut einer späteren Aussage, hatten sie ihm Abflussreiniger in den Mund geschüttet und diesen mit Klebeband zugeklebt. Sie wussten nicht wohin mit der Leiche und legten sie zunächst in die Badewanne. Als der Leichnam zu verwesen begann, zerstückelten sie die Leiche, steckten die abgetrennten Körperteile in eine Kiste und warfen diese in den Hudson River.

Michael Alig gestand den Mord begangen zu haben, jedem der es hören wollte. Viele dachten er mache nur einen Scherz und wolle sich nur wieder aufspielen. Man glaubte ihm nicht und dachte es sei nur ein Trick um Aufmerksamkeit zu bekommen. Erst neun Monate später wurden beide Täter von der Polizei festgenommen und zu 10 bis 20 Jahren Haft verurteilt. Gleichzeitig war dies das Ende der Club-Kids, Mitte der 1990er Jahre als diese Nachtclubs in Manhatten nicht mehr erwünscht waren.

Robert „Freeze“ Riggs wurde 2010 entlassen. Michael Alig kam am 5. Mai 2014 nach 17 Jahren Haft auf Bewährung frei. Seine Fans und Bewunderer erwarteten ihn schon am Gefängnistor.

Zu diesen Club-Kids gehörten auch DJ Keoki und James St. James einer TV-Persönlichkeit, der ebenfalls berüchtigt wegen seines Lebensstil war, Drogenkonsum und Auftritte in bizarren Kostümen. Er hatte ebenfalls Veranstaltungen promotet. Als Michael Alig im Gefängnis saß hatten beide oft telefoniert. Michael Alig arbeitete an seiner Autobiografie mit dem Titel Aligula. Im Oktober 2014 veröffentlichte er den Pop-Song „What’s In (Featuring DJ Keoki).“