True Story

Der Schatten des Giganten (Cast a Giant Shadow) – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1966.

Der Schatten des Giganten

Der Film beruht auf der Geschichte von Colonel Mickey Marcus. David Daniel „Mickey“ Marcus (1901-1948) war Oberst der US-Armee während des Zweiten Weltkriegs.

Nach dem Krieg ging Mickey Marcus nach Israel um das Land im arabisch-israelischen Krieg im Jahr 1948 zu unterstützen. Dort bildete er Soldaten der Haganah aus und wurde zum ersten Offizier der israelischen Armee. Die Haganah war eine paramilitärische Untergrundorganisation in Palästina während des britischen Mandats. Ziel dieses Mandats war, eine nationale Heimstärke für das jüdische Volk in Palästina zu schaffen.

Nachdem am 14. Mai 1948 Israel die Unabhängigkeit erklärt wurde, kam es bereits einen Tag darauf zu diesem arabisch-israelischen Krieg, dieser bis zum 10. März 1949 andauerte. Am 20. Juli 1949 kam es zu einem Abkommen um die Waffen ruhen zu lassen.

Die arabischen Staaten hatten den UN-Teilungsplan für Palästina nicht akzeptiert. Sie bestritten das Existenzrecht Israels. Für sie galt es den entstehenden Staat Israel zu beseitigen. Zu dieser arabischen Allianz gehörten; Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und der Irak. Diese Auseinandersetzung führte zum Krieg.

David Daniel „Mickey“ Marcus wurde am 22. Februar 1901 in New York geboren. Seine Eltern Mordechai Marcus und Leah, geborene Goldstein, waren rumänische Einwanderer. Nachdem er die High-School und das College besuchte, absolvierte er die Ausbildung der Militärakademie. Mickey Marcus trat in den Dienst der US-Army und studierte nebenbei Rechtswissenschaften. Als er die Offizierslaufbahn beendet hatte, arbeitete er als Staatsanwalt.

Der Zweite Weltkrieg brach aus und er diente wieder bei der US-Army. 1944 war er bei der Operation Overlord, der Invasion in der Normandie beteiligt. Hier sprang er mit einem Fallschirm ab, obwohl er nie darin ausgebildet wurde. Nach einer Woche in Frankreich, schickte man ihn zurück in die USA. Sein neuer Einsatz lautete diesmal Deutschland, wo er die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau miterlebte.

Nach dem Krieg bot man ihm an als Brigadegeneral weiterhin zu dienen. Er lehnte dies ab und kehrte in das zivile Leben zurück um eine Anwaltskanzlei zu führen. 1947 kontaktierte ihn David Ben-Gurion, dem Gründer und ersten Premierminister Israels. Man benötigte seine Hilfe und seine Erfahrung als Offizier. Er willigte ein und ging nach Israel. Mickey Marcus übernahm die Führung und Kontrolle der Haganah, um sich gegen die Arabische Allianz verteidigen zu können. Man ernannte ihn zum Aluf, dem General der Israel Defense Forces, den Streitkräften dieses neuen Landes.

Mickey Marcus ließ eine Umgehungsstraße zwischen Kibbutz Hulda und Jerusalem erbauen, diese enorm wichtig war. Nur wenige Stunden vor dem Waffenstillstand wurde er von dem 18-jährigen Wachposten Eliezer Linski erschossen. Dieser forderte auf Hebräisch das Kennwort, doch Mickey Marcus hatte ihn nur schlecht oder gar nicht verstanden und antwortete auf Englisch. So starb er am 10. Juni 1948.