True Story

Everest – britisch-amerikanisch-isländisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2015.

Everest

Der Film beruht auf wahren Ereignissen, dem Unglück am Mount Everest im Jahr 1996. Am höchsten Berg der Welt starben acht Menschen, als diese in einem Schneesturm gefangen waren. Diese Tragödie ereignete sich am 10. und 11. Mai 1996. Eines der größten Bergsteigerunglücke in der Geschichte.

Am 9. Mai befanden sich vier Expeditionsteams und ein Kamerateam im Lager, dem Hochlager 4, in einer Höhe von 7.900 Meter. Das neuseeländische Team „Adventure Consultants“ wurde vom Bergführer Rob Hall geleitet. Scott Fischer leitete das amerikanische Team „Mountain Madness.“ In der Nacht zum 10. Mai brachen beide Teams zum Gipfel auf. Kurz nach ihnen machte sich eine Expedition aus Taiwan auf den Weg, vom Hochlager aus in Richtung Gipfel. Somit wollten insgesamt 33 Bergsteiger den Gipfel erreichen. Das neuseeländische und amerikanische Team hatte man angewiesen zusammenzubleiben. So hatte man zwar unmittelbaren Kontakt zueinander und wusste wo andere Bergsteiger gerade waren, doch daraus ergaben sich andere Probleme. Die schnelleren und erfahrenen Bergsteiger mussten auf die etwas langsameren warten. Dies führte zu einem Stau.

Mittlerweile hatten sie eine Höhe von 8.400 Meter erreicht. Man befand sich auf einem Absatz, am sogenannten Balkon, wo zuvor, vor 1996, noch nie ein Bergsteiger gewesen war. Demzufolge waren hier keine Fixseile angebracht. Um dieses Problem zu lösen verging eine Stunde in eisiger Kälte. Das selbe Problem erwartete die Bergsteiger am Hillary Step und wieder verging eine Stunde.

Beide Teams wussten das es noch einige Zeit dauern würde den Gipfel zu erreichen. Es kam zu Verzögerungen, da immer nur ein Bergsteiger die Stelle passieren konnte. Wieder kam es zu einem Stau und durch die extrem lange Wartezeit kühlten einige der Bergsteiger aus. Drei der Bergsteiger entschlossen sich umzukehren und stiegen zum Hochlager ab.

Gegen 13.07 Uhr erreichte der russische Bergsteiger Anatoli Bukrejew, zweiter Bergführer im Team von Scott Fischer, als Erster den Gipfel. Danach folgte der amerikanische Journalist Jon Krakauer, der für das Outside Magazin im Team „Adventure Consultants“ an der Expedition teilnahm. Nach ein paar Minuten verließ Jon Krakauer den Gipfel, während Anatoli Bukrejew auf die anderen wartete. Jon Krakauer war dabei, zurück in das Hochlager abzusteigen.

Es kam zu einem Wetterumschwung, heftiger Sturm und Schneefall setzten ein. Nun erreichte auch Scott Fischer den Gipfel und stieg gegen 16.00 Uhr mit dem Team aus Taiwan ab. Er war zu erschöpft um weiter abzusteigen. Ein Unterschlupf wurde hergerichtet wo er die Nacht mit Makalu Gau aus dem Team aus Taiwan verbrachte. Währenddessen wartete der Bergführer Rob Hall auf den Bergsteiger Doug Hansen auf dem Gipfel.

Der Sturm wurde stärker. Bukrejew und Krakauer hatten es dennoch geschafft das Hochlager zu erreichen. Bukrejew machte sich gegen 20.00 Uhr auf den Weg um die anderen zu suchen. Aufgrund des Wetters und der schlechten Sicht war es den anderen nicht gelungen ins Hochlager abzusteigen. Es herrschten Temperaturen von mehr als -40°. Das Wetter besserte sich ein wenig und einige schafften es bis ins Lager. Bukrejew gelang es weitere ins Lager zu bringen. Inzwischen war ein Rettungsteam unterwegs, doch auch sie wurden am Weiterkommen gehindert. Man forderte einen Helikopter an, da ein Absteigen absolut nicht mehr möglich war. Trotz der enormen Höhe gelang es dem Piloten Colonel Madan Khatri Chhetri zwei der Bergsteiger zu retten.

Während die Teams die Südseite bestiegen hatten, kam es auf der Nordseite ebenfalls zu einem Aufstieg zum Gipfel. Hier war es eine indische Expedition bei der man einige Männer vermisste. Durch eine weitere japanische Expedition wurden die drei Männer gefunden. Sie seien jedoch nicht ansprechbar gewesen. Das hier kein Rettungsversuch erfolgte, wurde später stark kritisiert. Im Allgemeinen wurde nach dieser Tragödie viel diskutiert und gestritten. Gewisse Vorgehensweisen und die gesamte Organisation wurde in Frage gestellt. Vor allem auch weil die erfahrenen Bergführer selbst ums Leben kamen.

Unter den Opfern waren; Der neuseeländische Bergführer Rob Hall, der erfroren ist. Andrew Harris, ebenfalls ein neuseeländischer Bergführer gilt als verschollen. Der amerikanische Bergführer Scott Fischer starb an Erschöpfung und ist erfroren. Der amerikanische Expeditionsteilnehmer Doug Hansen, die Japanerin Yasuko Namba und die drei der indischen Expedition auf der Nordseite, Tsewang  Smanla, Dorje Morup und Tsewang Paljor, sind ebenfalls auf Grund der Erschöpfung erfroren.