True Story

El Clan – argentinisch-spanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2015.

El Clan

Der Film erzählt die Geschichte der Familie Puccio, dem Puccio-Clan, die in Argentinien in den 1980er Jahren Menschen entführt und getötet haben. Drei der Familienmitglieder wurden wegen vier Entführungen und drei Morden verurteilt.

Die Familie lebte in San Isidro, einem wohlhabenden Viertel von Buenos Aires. Zur Familie gehörten der Vater Arquimedes, Mutter Epifania Calvo und deren fünf Kinder; die zwei Töchter Silvia und Adriana, sowie die drei Söhne Alejandro, Daniel und Guillermo. Sie wirkten wie eine ganz normale Familie, doch in ihrem Haus regierte der Horror. Alejandro war Rugby-Spieler und Silvia Kunstlehrerin.

Die Puccio-Familie entführte Menschen und forderte Lösegeld. Drei Menschen haben sie dabei getötet. Zudem vermutet man das Arquimedes Puccio Kontakt zur Militärregierung hatte. Wahrscheinlich ist er mitverantwortlich bei dem Verschwinden der Menschen. Hier witterte er ein Geschäft und begann nun für sich zu arbeiten, vermögende Personen zu entführen und Lösegeld zu kassieren. Während der Militärherrschaft verschwanden etwa 30.000 Menschen. Die Geschichte der Familie hat das Land noch mehr erschüttert.

Ihre Opfer brachten sie in ihr Haus, in den Keller. Selbst Nachbarn hatten nichts bemerkt. Ihr erstes Entführungsopfer war der 23-jährige Ricardo Manoukian, der am 22. Juli 1982 verschwunden war. Seine Familie zahlte das geforderte Lösegeld in Höhe von 250.000 Dollar. Dennoch bezahlte er mit seinem Leben und wurde mit drei Schüssen in den Kopf getötet. Am 5. Mai 1983 entführten sie den Ingenieur Eduardo Aulet. Seine Familie hatte ebenfalls das Lösegeld gezahlt. Auch er wurde getötet, seine Leiche wurde vier Jahre später gefunden. Emilio Naum, ein Geschäftsmann, starb während eines Kampfes, als man versucht hatte ihn zu entführen.

Ihr letztes Opfer war die 58-jährige Nelida Bollini de Prado, die sie einen Monat in ihrem Keller versteckt hielten. Als die Polizei noch immer nach ihr suchte, brachten sie die Ermittlungen auf die Spur der Puccios. So konnte sie gerettet werden. Man fand sie im Keller des Hauses, angekettet in einem dunklen Raum.

Arquimedes Puccio und sein Sohn Alejandro wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Alejandro starb 2008 an einer Lungenentzündung. Sein Vater verstarb 2013 an einem Schlaganfall. Auch Daniel wurde für schuldig befunden und saß einige Jahre hinter Gitter. Über seinen Verbleib ist nichts bekannt. Guillermo hatte bereits in den frühen 1980er Jahren Argentinien verlassen und war nie wieder zurückgekehrt. Silvia starb 2011 an Krebs. Adriana und ihre Mutter wohnen noch immer im selben Haus, in dem die Familie auch damals lebte.