True Story

My Boy Jack – britisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 2007.

My boy jack

 

My Boy Jack ist ein Gedicht des britischen Schriftstellers Rudyard Kipling aus dem Jahr 1915. 1997 entstand daraus das Theaterstück mit gleichen Namen, 2007 wurde diese Geschichte verfilmt.

Joseph Rudyard Kipling (1865-1936) ist Autor des Buches „Das Dschungelbuch“ aus dem Jahr 1894. In seinem Gedicht My Boy Jack verarbeitet er seine Trauer um seinen Sohn John der im Ersten Weltkrieg sein Leben verlor.

John Kipling (1897-1915) war der einzige Sohn des Schriftstellers Rudyard Kipling. Die erste Tochter die 1895 geboren wurde, starb 1899 an einer Lungenentzündung. 1896 wurde Tochter Elsie geboren, die 1977 verstarb. John diente in der Armee während des Ersten Weltkriegs, im Regiment der Irish Guards, einer Leichten Infanterie. Als es in Frankreich zur Schlacht von Loos gekommen war, diese vom 25. September bis 13. Oktober 1915 andauerte, kam John Kipling hier im September ums Leben.

John Kipling wurde am 17. August 1897 geboren. Er war das jüngste Kind des Autors Rudyard Kipling und dessen aus den Vereinigten Staaten stammenden Frau Caroline Starr Balestier. Die Familie lebte in Rottingdean, der Grafschaft Sussex. John besuchte das Wellington College in Berkshire. Er war 16 Jahre alt als der Erste Weltkrieg ausbrach. Aufgrund seiner starken Kurzsichtigkeit wurde er von der Royal Navy abgelehnt. Dies war auch der Ablehnungsgrund der British Army.

Sein Vater war mit dem ehemaligen Kommandeur, Feldmarschall der britischen Armee und Oberst der Irish Guards Frederick Roberts befreundet. Diese Beziehungen halfen das John zur Armee gekommen war. Mit 17 Jahren wurde er nach Abschluss seiner Ausbildung zum Leutnant befördert, Leutnant des 2. Bataillon der Irish Guards. Im August schickte man das Bataillon nach Frankreich. Die Überlebenschancen junger Offiziere war sehr gering, sechs Wochen in denen sie entweder verletzt oder gar getötet wurden.

Als es zur Schlacht von Loos gekommen war, dem größten britischen Angriff, bei dem auch erstmals Giftgas verwendet wurde, kam John Kipling im Alter von 18 Jahren ums Leben. Niemand wusste was geschehen war, anfangs galt er als vermisst und alle hofften das er noch am Leben sei. Seine Eltern suchten vergeblich in den Lazaretten und befragten Kameraden. Möglich das John Verletzungen hatte, die eine Identifizierung unmöglich erschienen ließ.

John war gefallen und sein Vater akzeptierte seinen Tod erst 1919. Die britische Zeitung The Times veröffentlichte am 7. Oktober 1915 einen Artikel, wo sich bisher bekannte Fakten bestätigt hatten. Rudyard Kipling war ein entscheidender Befürworter des Krieges, der in den Deutschen keine Menschen sah. Nach dem Krieg engagierte er sich bei der Commonwealth War Graves Commission, die sich um Gräber gefallener Soldaten kümmert. Erst 1992 habe man herausgefunden wo John Kipling begraben ist.