True Story

Mondo Cannibale, 2. Teil – Der Vogelmensch – italienischer Horror-, Abenteuerfilm aus dem Jahr 1977.

Mondo Cannibale

Mondo Cannibale, 2. Teil – Der Vogelmensch (Ultimo mondo cannibale bzw. Jungle Holocaust) beruht angeblich auf einer wahren Geschichte. Eine pseudo-wahre Geschichte, bei der es heißt das sich die Ereignisse 1975 im Dschungel der philippinischen Insel Mindanao zugetragen haben sollen.

Laut dem Regisseur Ruggero Deodato basieren die Ereignisse auf einem Artikel im National Geographic. Darin wird ein Kannibalenstamm erwähnt, dieser in Höhlen einer nahe gelegenen Insel lebte.

In einem Artikel der damaligen Zeitung Los Angeles Harold, dieser 1899 erschienen ist heißt es;

Auf der Insel Mindanao gehören die Kannibalen den Stämmen der Monolos und Mandayas an, die die Täler der Agusan und Salny Flüsse bewohnten. Man beschreibt sie als mittelgroß, breiten Nasen und vollen Lippen (Dies wird auch bei den Ilaga erwähnt). Sie sprechen einen Dialekt der Sprache Tagalog.

Die zum Stamm der Monolos gehören sind ein erbittertes, kriegerisches Volk, die man als streitsüchtig beschreibt. Gefangene werden zu Sklaven gemacht. Ist die Nahrung knapp, steht ein Sklave auf dem Speiseplan.

In dem Artikel ist zudem zu lesen; Bei den Monolos hätte man sich über eine überschwängliche Begrüßung nicht wundern sollen, denn dies bedeutete auch, dass man willkommen ist, willkommen für den Speiseplan. Man wurde herzlichst begrüßt, gut bewirtet, gastfreundlich bedient und hätte die Nacht nicht überlebt.

Kaum wahrscheinlich, aber die Amerikaner sollten sich über das mysteriöse Verschwinden ihrer Landsleute auf den Philippinen nicht wundern. Dies bezieht sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Amerikanische Kolonialzeit und dem Philippinisch-Amerikanischen Krieg 1899-1902.

Auch die Zeitung, „Das Ausland. Ein Tagblatt für Kunde des geistigen und sittlichen Lebens der Völker“ eine Wochenschrift für Erd- und Völkerkunde, schreibt in einem Artikel vom 22. November 1832  von Kannibalismus. Die Eingeborenen der Insel Mindanao waren noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts Menschenfresser.

Andere Quellen berichten das es auf den Inseln Palawan und Mindanao Bergvölker gab die in Höhlen lebten.

Die Ilaga waren eine paramilitärische Gruppe im Süden der Philippinen, die es in den 1970er Jahren gegeben hat. Das berüchtigste Mitglied dieser Gruppe, Norberto Manero, gestand, den italienischen Priester und Missionar Tulio Favalli getötet und Teile von ihm gegessen zu haben. Dies passierte allerdings 1985. Norberto Manero führte 1975 diese Bürgerwehr an zu der 250 Kämpfer gehörten.

Im Rahmen ihrer rituellen Bräuche wurde auch Kannibalismus praktiziert, das Opfer wurde getötet, Körperteile und innere Organe wie Herz und Leber gegessen. Man stellte sogar Öle her, vermutlich aus den Fettschichten, weil man glaubte sich damit vor den Verletzungen durch Feinde schützen zu können.

Kannibalismus war damals weit verbreitet, nicht nur auf den Philippinen, so auch auf den Inseln Sumatra, Borneo und Neuguinea und vielen weiteren Schauplätzen.

In Asien begann dies, da man glaubte durch menschliche Opfer die Götter besänftigen zu können, den Zorn der Götter abzuweisen. Kannibalismus entstand jedoch auch aus Mangel an tierischen Fleisch, hatte man dies vorrätig wurde dieses Fleisch bevorzugt.

Man sollte nicht vergessen das die Philippinen ein Staat und Archipel mit 7107 Inseln sind, das heißt, dass es sicher nicht möglich ist eine Überlieferung jeder Geschichte einer dieser Inseln zu bekommen. Gerade auch Themen über die man nicht oder wenig spricht.