True Story

Das Wiegenlied vom Totschlag (Soldier Blue) – amerikanischer Western aus dem Jahr 1970.

Das Wiegenlied vom Totschlag

Der Western wurde inspiriert von dem Sand Creek Massaker im Jahr 1864 im Colorado Territorium, dem heutigen Kiowa County. Am 29. November 1864 griffen etwa 700 Mann des Colorado-Kavallerie-Regiments ein Indianerdorf der Cheyenne und Arapaho an.

Unter der Führung von Colonel Chivington wurde dieses friedliche Lager im Morgengrauen überfallen. Im Lager selbst wurde die amerikanische Flagge und die weiße Fahne für alle sichtbar angebracht. Die Kavallerie feuerte Kanonensalven und schoss auf die Menschen im Lager. Von den Indianern in ihrem Dorf waren etwa 60 Krieger, der Rest der im Lager weilte, waren Frauen, Kinder und Alte.

Der Offizier John M. Chivington gab den Befehl zum Angriff. Silas Soule, Hauptmann und Kompaniechef der Kompanie aus Fort Lyon, weigerte sich diesem Befehl Folge zu leisten. Er und seine Männer beteiligten sich nicht an diesem Massaker.

Chivington war ein Indianerhasser und duldete es das seine Soldaten die Cheyenne massakrierten. Die Indianer wurden gemartert, verstümmelt und skalpiert. Die ungeheuren Grausamkeiten machten auch vor Frauen und Kindern nicht halt. Mädchen und Frauen wurden vergewaltigt. Einige Soldaten die sich ebenfalls weigerten, wurden von Chivington dazu gezwungen. Nach diesem Massaker gab Chivington an, dass etwa 500 Indianer getötet wurden. Man zählte die Leichen und dies ergab, das 28 Männer und 105 Frauen und Kinder bestialisch umgebracht worden waren.

Dem Häuptling Black Kettle hatte man zuvor versichert, dass kein Soldat auf Indianer schießen würde, wenn er im Lager die amerikanische Flagge zeige. Dieses Zugeständnis hatte ihm Oberst Alfred B. Greenwood bei vorangegangenen Friedensverhandlungen gemacht. Als ein Indianer den Angreifern entgegenlief und „Stop! Stop!“ rief, fielen bereits die ersten Schüsse, die auch ihn töteten. Frauen und Kinder suchten daraufhin Schutz.

Obwohl im Lager die amerikanische Flagge und die weiße Fahne deutlich zu sehen waren, die Indianer friedlich in ihrem Dorf weilten, griff man sie an. Man hat sie mit Säbeln zerstückelt, Genitalien wurden mit Messern verstümmelt oder gar abgetrennt. Ganze Körperteile nahm man ihnen und aus dessen Haut fertigten sich die Soldaten Tabakbeutel.

Als dieses grausige Massaker durch Zeitungen publik gemacht wurde, war man schockiert über das was dort vorgefallen ist. Man hatte beschlossen diese Ereignisse näher zu untersuchen, insbesondere die Rolle von Chivington. Silas Soule, der sich geweigert hatte sich an dem Massaker zu beteiligen, sagte gegen Chivington aus, trotz dessen Drohungen. Chivington wurde nicht belangt, da seine Dienstzeit in der Armee endete. Etwa 10 Soldaten wurden bei diesem feigen Angriff getötet.

Überlebende Indianer dieses Massakers schworen Rache. Gemeinsam mit den Sioux begann ihr Rachefeldzug. Etwa 1000 Krieger setzten Häuser in Brand, überfielen Ranchs, plünderten und töteten mehrere Soldaten.

Das Massaker von Sand Creek ist eines der brutalsten der Indianerkriege in den drei Jahrhunderten. Häuptling Black Kettle hatte den Frieden gewollt, er hielt sich an die Verträge, den Friedensabkommen, um sein Volk zu schützen. Black Kettle konnte dem Massaker entkommen um seine schwer verletzte Frau zu retten. Er starb 1868 während der Schlacht am Washita.