True Story

Sie kennen keine Gnade (Dead Beat) – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1994.

Dead Beat

Der Thriller mit dem Alternativtitel Dead Beat – Denn sie kennen keine Gnade, oder dem Originaltitel Dead Beat, beruht auf der Geschichte des Serienmörders Charles Schmid.

Charles Howard „Smitty“ Schmid (1942-1975) , auch bekannt als „The Pied Piper of Tucson.“ Geboren als ein uneheliches Kind wurde er vom Ehepaar Schmid adoptiert. Das Ehepaar betrieb eine Privatklinik in Tucson, Arizona. Mit seinem Vater hatte er oft Streit und es kam später auch zur Scheidung der Eltern. Charles gelang es seine leibliche Mutter zu finden. Es kam zu einem Treffen, wo sie ihm sagte, er solle verschwinden und sich nie wieder blicken lassen. Seine schulischen Leistungen waren eher schlecht, man beschrieb ihn dennoch als intelligent, höflich und gutaussehend. Er war sehr sportlich und sogar Kapitän einer Turnermannschaft. Man hatte ihn jedoch von der Schule verwiesen da er Werkzeuge aus der Schulwerkstatt gestohlen hatte. Daraufhin besuchte er keine weitere Schule mehr.

Er wohnte bei seinen Eltern in seinem eigenen Apartment und bekam 300 Dollar Taschengeld im Monat. Die Eltern erlaubten ihm das neue Auto zu nutzen und mit dem Motorrad herum zu fahren. Er verbrachte viel Zeit an der örtlichen Rennstrecke wo er Mädchen aufriss und mit Freunden trank. Charles war eher ein Einzelgänger, sehr eitel, nutzte Make Up, Lippenbalsam und er klebte sich ein künstliches Muttermal auf die Wange. Er war sehr klein und um größer zu wirken stopfte er seine Schuhe mit Zeitungspapier aus.

Die Mädchen liebten ihn und er traf sich mit vielen von ihnen. Man nannte ihn Smitty oder auch Pied Piper, weil er so charismatisch war und so viele Gefolgsleute bei den Teenagern von Tucson hatte. Er hatte eine gewisse Ausstrahlung auf junge Mädchen, diese einer von ihnen zum Verhängnis wurde.

Am 31.Mai 1964 beschloss Charles das 15-jährige Mädchen Alleen Rowe zu töten, weil sie sich geweigert hatte mit einem seiner Freunde auszugehen. Gemeinsam mit zwei Freunden lockte er das Mädchen in die Wüste, wo sie von Schmid und einem seiner Freunde, John Saunders, erschlagen wurde. Alle drei begruben sie in der Wüste. Die Eltern des Mädchens schalteten eine Vermisstenanzeige und hatten das Gefühl ihre Tochter sei tot und in der Wüste begraben worden.

Für die Polizei war es nur eine wage Vermutung und so kam es zu keinem Ergebnis. Schmid hingegen machte daraus kein Geheimnis und erzählte es all seinen Freunden das er das Mädchen getötet hat. Auch seine Freundin, Gretchen Fritz, wusste darüber bescheid. Doch aus übertriebener Loyalität zu ihm schwiegen alle. Die Polizei kam mit ihren Ermittlungen auch nicht weiter. Die ganze Situation änderte sich, als Schmid seine Freundin verlassen wollte. Sie kam damit nicht klar und drohte ihm, dass sie alles der Polizei sagen würde. Das war ihr Todesurteil. Wegen dieser Drohung erwürgte er sie und ihre Schwester Wendy am 16. August 1965. Auch diese beiden Leichen vergrub er in der Wüste. Charles erzählte seinem besten Freund, Richard Bruns, von der Ermordung der Schwestern und zeigte ihm sogar die hastig geschaufelten Gräber.

Bruns bekam Angst um sein Leben und das seiner Freundin, er dachte Schmid könnte noch mehr Mitwisser beseitigen. So entschloss er sich, da er lange genug geschwiegen hatte, zur Polizei zu gehen und von den Morden zu berichten. Jetzt waren auch andere bereit ihr Schweigen zu brechen und auszusagen. So konnte man Schmid am 11.November 1965 wegen dreifachen Mordes verhaften. Bei seinem Prozess 1966 wurde er wegen Mordes in drei Fällen zum Tode verurteilt. Einer seiner Freunde, John Saunders, der 1964 beim ersten Mord beteiligt war, bekam eine lebenslange Haftstrafe, der andere 5 Jahre Haft, beide wegen Beihilfe zum Mord.

Da die Todesstrafe in Arizona kurzzeitig abgeschafft wurde, wandelte man das Urteil von Schmid zu 50 Jahren Gefängnis um. Am 10.März 1975 wurde er von zwei Mithäftlingen niedergestochen, man zählte 47 Einstiche, dabei verlor er ein Auge und eine Niere. 20 Tage später, am 30.März 1975, erlag er seinen schweren Verletzungen. Beerdigt wurde er auf dem Gefängnisfriedhof, da man befürchtete ein öffentliches Grab könnte von denen die ihn hassten geschändet werden.