True Story

Meine liebe Rabenmutter (Mommie Dearest) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1981.

Meine liebe Rabenmutter

Der Film basiert auf der 1978 erschienenen Biografie, dem Roman „Mommie Dearest“, von Christina Crawford.  Es heißt das sich dieses Buch als eines der ersten mit dem Thema Kindesmisshandlung beschäftigte, was eine heftige Diskussion in der amerikanischen Öffentlichkeit entfachte.

Christina Crawford beschreibt die Beziehung zu ihrer Adoptivmutter, der amerikanischen Schauspielerin Joan Crawford (1905-1977). Sie behauptet sie sei von ihrer Adoptivmutter seelisch misshandelt worden, außerdem sei sie eine Alkoholikerin. Ihre Adoptivmutter wäre nur an ihrer Karriere interessiert gewesen und habe die Kinder nur aus Publicity-Gründen adoptiert.  Zudem erwähnt sie in ihrem Buch, ihre Adoptivmutter habe ein sexuell ausschweifendes Leben mit häufig wechselnden Partnern gehabt.

Christina Crawford wurde am 11. Juni 1939 in Los Angeles geboren. Ihre Eltern waren nicht miteinander verheiratet. Ihre Mutter war ledig und ihr Vater, ein Navy-Soldat, war mit einer anderen Frau verheiratet. 1940 wurde sie von Joan Crawford adoptiert.

Joan Crawford galt als eine entschlossene und ambitionierte Frau. Ein klassischer Hollywoodstar, die man als attraktiv beschrieb und es verstand sich dem wechselnden Publikumsgeschmack anzupassen. Nach ihrem Tod, als Christina Crawford ihr Buch Mommie Dearest veröffentlichte, rückte das Bild von Joan Crawford negativ in die Öffentlichkeit.

Als Christina Crawford 10 Jahre alt war, wurde sie auf die Chadwick School geschickt. Eine Schule die Kinder vieler berühmter Personen besuchten. Ihre Adoptivmutter nahm sie jedoch wieder von dieser Schule, angeblich wegen schlechten Benehmens. Daraufhin besuchte sie ein katholisches Internat, die Flintridge Sacred Heart Academy. Somit war Christina jeglicher Kontakt zur Außenwelt verwehrt. Nach ihrem Abschluss zog sie nach Pittsburgh und später nach New York, wo sie am Neighborhood Playhouse School of the Theatre studierte. Sieben Jahre darauf erhielt sie ihren Bachelor an der University of California.

Während sie die Schauspielschule besuchte lernte sie den Bühnenmanager Harvey Medlinsky kennen. Sie heirateten, wobei die Ehe nicht lange hielt. Sie heiratete erneut, den Filmproduzenten David Koontz. Christina Crawford wirkte bei einer Reihe von Theaterstücken mit, in einigen Filmen und Serien.

Joan Crawford starb am 10. Mai 1977. Christina und ihr ebenfalls adoptierter Bruder Christopher erbten nichts und gingen leer aus. Ein Filmkritiker schrieb über Joan Crawford: „Die Schauspielerin ist bekannt für ihr aggressives Verhalten und ihr imposantes Auftreten.“ Andere hingegen sahen in ihr eine Perfektionistin. Betty Hutton, eine damalige Nachbarin, bestätigte das Joan Crawford ihre Kinder misshandelt habe. Die Schauspielerin Eve Arden bezeichnete sie als unfähige Mutter, eine Alkoholikerin mit einem unberechenbaren Temperament.

Die Schauspielerin Joan Crawford hatte mehrere Adoptivkinder, Christina, Christopher und die jüngeren Adoptivtöchter, die Zwillinge Cynthia „Cindy“ und Cathy. Ihr Bruder Christopher bestätigte die in ihrem Buch beschriebenen Vorwürfe, während sich Cindy und Cathy nicht daran erinnern konnten oder wollten.