True Story

Stille Nacht – Das Weihnachtswunder (Silent Night) – kanadisches Kriegsdrama, Biografie aus dem Jahr 2002.

Stille Nacht-Das Weihnachtswunder

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, einer Geschichte während des Zweiten Weltkriegs, am Heiligabend 1944. Es sind Erlebnisse des damals 12-jährigen Fritz Vincken.

Fritz Vincken wurde in Aachen geboren. Als das Haus der Familie durch einen Bombenangriff völlig zerstört wurde, schickte sein Vater ihn mit seiner Mutter in ein kleines Häuschen in den Ardennen, dem Westteil des Rheinischen Schiefergebirges. Vor dem Krieg hatte der Vater dieses Haus als Jagdhütte genutzt. Sein Vater wurde zum Luftschutzdienst eingezogen.

So machten sich Fritz und seine Mutter auf den Weg zu dieser Hütte, inmitten der Kämpfe, der Ardennenschlacht. Beide hatten sich, so gut es ihnen möglich war, häuslich eingerichtet. Plötzlich klopft es an der Tür. Es ist der 24. Dezember 1944, als zwei Männer vor der Tür standen, ein weiterer Soldat lag verwundet im Schnee. Drei Amerikaner, drei ihrer Feinde, denen sie Einlass gewährten. Sie sprachen kein deutsch, einer konnte französisch und konnte sich somit mit der Mutter von Fritz etwas verständigen.

Es waren Jim, Harry und Ralph, die ihre Einheit verloren hatten und tagelang durch die Ardennen irrten. Während sich die Amerikaner um ihren verwundeten Freund kümmerten, macht die Mutter ihnen etwas zu essen. Es gab Hühnersuppe und Kartoffeln. Fritz war dabei den Tisch zu decken, als es an der Tür erneut klopft. Diesmal standen vier Soldaten vor der Tür. Fritz waren die Uniformen vertraut, es waren vier deutsche Soldaten.

Für Fritz und seine Mutter eine heikle Situation, schließlich hatten sie 3 Amerikanern ihre Gastfreundschaft gewährt. Ihnen war auch bewusst, wer dem Feind hilft wird mit dem Tod bestraft. Man bat die Soldaten ebenfalls herein, die froh waren anderen Deutschen zu begegnen. Die Waffen mussten sie wie die Amerikaner ablegen. Als sich nun Amerikaner und Deutsche in dem Häuschen bemerkten, drohte Gefahr, alle waren bereit sich zu verteidigen. Frau Vincken sagte: „Ihr könntet alle meine Söhne sein.“ Sie sprach auch zum deutschen Unteroffizier; „Es ist Heiligabend und da denken wir nicht ans Töten.“

Heinz und Willi waren aus Köln und 16 Jahre alt. Alle saßen nun gemeinsam an einem Tisch, tranken und aßen. Der Waffenstillstand hielt bis zum nächsten Morgen an. Die Waffen durften sie nun wieder an sich nehmen. Die Deutschen und die Amerikaner reichten sich die Hand und verschwanden in entgegengesetzter Richtung. Für Fritz und seine Mutter ein Weihnachtswunder.

1958 wanderte Fritz Vincken in die USA aus. Sein Vater starb 1963, seine Mutter drei Jahre darauf. Fritz suchte mehrere Jahre nach den Soldaten die am Heiligabend 1944 in der Hütte Unterschlupf fanden. 1966 fand er die beiden Amerikaner Ralph und Jim. Von den deutschen Soldaten hatte er niemanden mehr finden können. Fritz Vincken hatte den Wunsch alle Beteiligten wieder zusammenzubringen. Ein Wunsch der sich nicht erfüllte. Seine Geschichte hat er 1964 niedergeschrieben. Es ist seine Geschichte, als Feinde zu Freunden wurden. Fritz Vincken verstarb am 9. Dezember 2001 in Oregon, USA.