True Story

Waltz with Bashir – israelisch-französisch-deutscher Animationsfilm, Dokumentation, Biografie aus dem Jahr 2008.

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Der Animationsfilm basiert auf wahren Ereignissen und realen Interviews. Erzählt wird die Geschichte des Regisseurs Ari Folman, der 1982 als israelischer Soldat während des Libanonkrieges (6. Juni 1982 bis September 1982) im Libanon stationiert war. Der Film ist im Libanon aufgrund politischer Zensur verboten.

Im Film kommt es zu einem Wechsel zwischen Gesprächssituationen und den von Ari Folman interviewten real existierenden Personen, diese alle als Animation dargestellt werden. Es sind nicht nur Erinnerungen an diesen Krieg, sondern auch Alptraumschilderungen.

Ari Folman wurde am 17. Dezember 1962 in Haifa, Israel, geboren. Er ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. Sein semi-autobiografischer Animationsfilm erzählt seine Erfahrungen als israelischer Soldat. Ari Folman reiste nach diesem Krieg durch Asien. Zurück in Israel entschied er sich Filmwissenschaft zu studieren.

In seinem Film arbeitet er seine und die seiner Kameraden verdrängten Erinnerungen auf. In einem Interview sagt er; „Krieg ist eine völlig surreale Erfahrung. Im normalen Leben fällt man ja jeden Tag hunderte von Entscheidungen. Aber als Soldat steht man in der Frühe auf und hat den ganzen Tag keine einzige Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig ist dein Leben jeden Tag, ja jede Sekunde in Gefahr und du hast keinerlei Kontrolle darüber.“

Der Libanonkrieg war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der israelischen Armee und verbündeten Milizen auf der einen, sowie Kämpfern der PLO und syrischen Truppen auf der anderen Seite.

Zudem werden Ereignisse des Massakers von Sabra und Schatila geschildert. Eine genaue Anzahl der Opfer ist nicht bekannt, man geht bis zu 3000 Getöteten aus. Hier kam es von der israelischen Seite aus zu Folterungen, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und dem Mord an Zivilisten, darunter Frauen, Kinder und Alte. Dies geschah in voller Sicht israelischer Beobachtungsposten aus umliegenden Gebäuden, welche die Lagerausgänge abriegelten und die Lager während der Nacht mit Leuchtraketen erhellten, um die Truppen der libanesischen Brigaden, diese auch als Phalangisten bezeichnet werden, zu unterstützen.

Mit diesem Massaker sollte die Ermordung des Milizenführers und gewählten Präsidenten Libanons, Bachir Gemayel, gerächt werden. Er ist somit auch Namensgeber für den Film Waltz with Bashir. Am 14. September 1982 wurde dieser ermordet, nachdem er sich mit dem Ministerpräsidenten Israels, Menachem Begin, getroffen hatte, um einen Abschluss eines Friedensvertrages zwischen Israel und dem Libanon vorzubereiten.

Es ist ein Film mit politischer Botschaft und der anklagt. Israel wird angeklagt wegen des Völkermordes an den Palästinensern. Es war ein Krieg den Israel begonnen hat, ohne dass seine Existenz unmittelbar bedroht war. Seit Jahren zuvor, weit vor 1982, gibt es schwelende Auseinandersetzungen zwischen Israel, ihren arabischen Nachbarn und den Palästinensern. So kam es zu mehreren Konflikten und schließlich 1982 zu diesem Krieg.