True Story

Gods and Monsters – amerikanisch-britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1998.

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Der Film erzählt die letzten Lebensjahre des Regisseurs James Whale, dieser mit den Filmen „Frankenstein“ aus dem Jahr 1931 und „Frankensteins Braut“, der 1935 entstanden ist, Weltruhm erlangte. Das Drehbuch zum Film basiert auf dem 1995 erschienenen Buch „Father of Frankenstein“ des Autors Christopher Bram.

James Whale wurde am 22. Juli 1889 in Dudley Worcestershire, England, geboren. Sein künstlerisches Talent das er schon früh entdeckte, ermöglichte ihm ein Kunststudium. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs trat er in die britische Armee ein und wurde Offizier. 1917 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft und entdeckte gleichzeitig seine Leidenschaft für das Theater. Nach seiner Freilassung am Ende des Krieges wurde er Schauspieler, Bühnenbildner und später Regisseur.

1928 feiert er seinen ersten Erfolg als Theaterregisseur mit seinem Stück „Journey’s End“ des Schriftstellers R.C. Sheriff, das im Apollo Theatre in London uraufgeführt wurde. Dieses Stück wurde später für zwei Jahre am Londoner West End Theatre gezeigt. Der Erfolg seiner verschiedenen Produktionen verschlug ihn 1929 nach Hollywood. Hier unterzeichnete er einen Vertrag mit Paramount Pictures und arbeitete als Dialog-Regisseur bei Melville W. Browns „The Love Doctor“ aus dem Jahr 1929.

Sein Vertrag lief aus und er unterschrieb einen Vertrag als Regisseur für Universal. Hier kam es zu einem Vertrag über fünf Jahre und man verpflichtete ihn als Regisseur bei dem Film Frankenstein, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Mary Shelley. Der Film wurde ein voller Erfolg und brachte Geld in die Kassen. Er zählt bis heute zu den bekanntesten und bedeutendsten Horrorfilmen. Der bis dato unbekannte Schauspieler Boris Karloff wurde zum Star und James Whale zu einem angesehenen Regisseur bei Universal Studios. Kritiker waren begeistert und der Film brach alle bisher dagewesenen Kassenrekorde.

Für James Whale auch ein Grund bei weiteren Filmen als Regisseur zu arbeiten, beziehungsweise beharrte das Filmstudio darauf. So entstanden weitere Filme, unter anderem 1935 die Fortsetzung zu Frankenstein, Frankensteins Braut. Auch wenn dieser nicht an den Erfolg anknüpfen konnte, so bewarte sich James Whale seinen Ruf als bedeutender Regisseur. 1937 führte er Regie bei dem Film „The Road Back“, dieser heftig kritisiert wurde, besonders von George Gyssling, dem deutschen Konsul in den USA, der anmerkte das der Film unwahr sei und ein verzerrtes und falsches Bild der Deutschen darstelle. Aus Angst der Film könnte in Europa nur wenig Gewinn bringen, wurde James Whale als Regisseur entbunden und einige der Szenen herausgeschnitten.

Als Regisseur einiger unbedeutender Filme bedeutete dies gleichzeitig das Ende seiner Karriere als Filmregisseur. 1944 kehrte er an den Broadway zurück. 1949 führte er ein letztes Mal Regie und drehte den Kurzfilm „Hello Out There“. Man bot ihm noch einige Jobs an, die er jedoch ablehnte. Ein Schlaganfall hatte ihn zunehmend gesundheitlich eingeschränkt. Sein ehemaliger Lebensgefährte David Lewis fand ihn am 29. Mai 1957 tot in seinem Pool. James Whale war homosexuell und beide waren von 1930 bis 1952 ein Paar. Er soll auch an Depressionen gelitten haben und beging im Alter von 67 Jahren Selbstmord.