True Story

Dido Elizabeth Belle – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2013.

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Das Drama beruht auf der wahren Geschichte von Dido Elizabeth Belle (1761-1804), eines kleinen schwarzen Mädchens, inmitten der englischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Sie war die uneheliche Tochter eines Admirals der königlich britischen Marine und einer afrikanischen Sklavin. Ihre Mutter befand sich auf einem spanischen Schiff das John Lindsay in der Karibik kaperte.

Dido Elizabeth Belle wurde 1761 in die Sklaverei hineingeboren. Ihre Mutter Maria Belle war Sklavin und ihr Vater John Lindsay britischer Marineoffizier der Royal Navy. Er und seine Frau hatten keine Kinder, aber er war bekannt drei uneheliche Kinder zu haben, darunter zwei Töchter und einen Sohn, drei Kinder von verschiedenen Frauen. Eine dieser Töchter war Dido Elizabeth Belle, die er als kleines Mädchen in die Obhut seines Onkels, mütterlicherseits, William Murray 1. Earl of Mansfield (1705-1793) einem Juristen gab. Sein Onkel, auch bekannt als Lord Mansfield und seine Frau Elizabeth Murray, der Gräfin von Mansfield, nahmen sich dem Mädchen an. So kam sie mit in ihr Herrenhaus, dem Kenwood House in Hampstead. 1766 tauften sie das Mädchen auf den Namen Dido Elizabeth Belle.

Das Kenwood House, im Norden Londons gelegen,war ein prunkvolles Domizil, das der Familie als Wochenendhaus diente. Lord Mansfield traf als Jurist eine Reihe von Grundsatzentscheidungen über die Sklaverei, diese Großbritannien zur Abschaffung bewegte. Er setzte sich für eine Abschaffung ein, was viele seiner Zeitgenossen spekulieren ließ, ob er dies wohl nicht durch die Anwesenheit von Dido Elizabeth Belle so entschieden hatte.

Dido Elizabeth Belle genoss fast alle Privilegien, erhielt eine Ausbildung und trug schöne Kleider. Dennoch kam es auch zu Problemen, sie als schwarzes uneheliches Kind, durfte nicht oder nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hatte man Gäste im Haus und bat zu Tisch, durfte sie diesem Essen nicht beiwohnen. Trotz dieser Hürden war sie ein Teil der Familie. Als sie älter wurde, gab man ihr gewisse Verantwortungen, in Bereichen der Verwaltung von Molkerei und der Haltung des Geflügels.

Lady Elizabeth Murray (1760-1825), ihre verwaiste Cousine, wurde ebenfalls von Lord Mansfield und seiner Frau aufgenommen. Nach dem Tod ihrer Mutter brachte man sie zum Kenwood House. Ihr Vater war David Murray 2. Graf von Mansfield (1727-1796), der Neffe von Lord Mansfield.

Obwohl nur wenig über Dido Elizabeth Belle bekannt ist, scheint sie eine sehr enge Beziehung zu ihren Adoptiveltern aufgebaut zu haben. Lord Mansfield diktierte Briefe die sie schrieb, es heißt sie hatte eine sehr schöne Handschrift.

Ihr leiblicher Vater John Lindsay wurde zum Ritter geschlagen und zum Admiral befördert. Er verstarb 1788 und sie erbte ein beträchtlichen Teil des Geldes. Lord Mansfield starb 1793 im Alter von 87 Jahren und hinterließ ihr auch ein kleines Vermögen. Dido heiratete fünf Monate später den Franzosen, Verwalter und Sohn des örtlichen Pfarrers, John Davinier. Das Paar bekam drei Kinder.

Dido Elizabeth Belle verstarb 1804 im Alter von 43 Jahren. Ihr letzter bekannter Nachkomme, ihr Ur-Ur-Enkel Harold Davinier verstarb 1975 in Südafrika.