True Story

Auto Focus – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2002.

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Der Kriminalfilm basiert auf dem Buch „The Murder of Bob Crane: Who Killed the Star of Hogan’s Heroes? , des Autors Robert Graysmith, dieser bereits mit dem Fall des Zodiac Killer Bekanntheit erlangte.

Erzählt wird die Geschichte von Bob Crane (1928-1978), einem amerikanischen Schauspieler, der mit der Rolle des Colonel Robert Hogan in der Serie „Ein Käfig voller Helden“ bekannt wurde. Diese Serie lief vom 17. September 1965 bis zum 4. April 1971 im amerikanischen Fernsehen, ab dem 22. März 1992 war sie in Deutschland zu sehen. Am 29. Juni 1978 fand man Bob Crane tot in seinem Apartment in Scottsdale. Der 49-Jährige wurde ermordet.

Robert Edward Crane wurde am 13. Juli 1928 in Waterbury, Connecticut, geboren und wuchs in der Stadt Stamford auf. Seine Leidenschaft galt der Musik, so kam er im Alter von 14 Jahren als Schlagzeuger zum Connecticut Symphony Orchestra. Nach nur einem Jahr wurde er entlassen, man warf ihm vor seine Arbeit nicht ernst zu nehmen. Ihn verschlug es nach Los Angeles wo er eine Karriere beim Radio begann. Hier wurde er unter den Namen „The King of the Los Angeles Airwaves“ bekannt. 1949 heiratet Bob Crane seine Highschool-Liebe Anne Terzian. Das Paar bekam drei Kinder, Robert David, Deborah Anne und Karen Leslie.

Seine Radioshow wurde sehr erfolgreich und revolutionär. Mit seinem Charisma und seinen Witzen hatte er die Zuhörer begeistert. Seine Show wurde zur Nummer Eins und die größten Stars aus Hollywood wurden zu regelmäßigen Gästen, wie Marilyn Monroe, Jayne Mansfield, Ronald Reagan und Frank Sinatra.

So kam auch er zum Fernsehen und wirkte in mehreren Serien mit. Von 1963 bis 1965 hatte er eine Rolle in der Serie „Mutter ist die Allerbeste.“ Kurz darauf wirkte er als Colonel Hogan in der Serie „Ein Käfig voller Helden“ mit. Diese Sitcom spielt in einem deutschen Kriegsgefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs. Die Serie wurde ein Hit. Hier lernt er die Schauspielerin Patricia Annette Olson, mit Künstlernamen Sigrid Valdis kennen. Beide heirateten am 16. Oktober 1970 nachdem er sich von seiner ersten Frau hatte scheiden lassen. Ein Jahr darauf kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt. Später wurde Tochter Ana Marie adoptiert. 1977 kam es zur Trennung des Paares, ließen sich jedoch nicht scheiden. Bob Crane galt als Frauenheld, nicht nur in den Filmen und Serien, sondern auch im realen Leben.

Bob Crane lernt den Videotechniker John Henry Carpenter kennen, der sich im Verkauf von Videotechnik spezialisiert hatte. Kennengelernt hatten sie sich über den Schauspielkollegen Richard Dawson. Beide besuchten Bars um nach Frauen zu schauen, zudem wurden ihre intimen Aktivitäten mit diesen Frauen auf Videobändern festgehalten.

Am 29. Juni 1978 wurde Bob Crane  von der Schauspielerin Victoria Ann Berry leblos in seinem Apartment in Scottsdale aufgefunden. Bob Crane wurde brutal ermordet, erschlagen, vermutlich mit einem Kamerastativ. Ermittler sehen dieses als Tatwaffe, wobei das nie ermittelt werden konnte. Es gab keinerlei Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen in sein Apartment in Scottsdale, Arizona. Außerdem wurde nichts entwendet.

Einige der Videobänder wurden von den Ermittlern ausgewertet, diese die Polizei zu seinem Freund John Henry Carpenter führten. Er stand unter Verdacht Bob Crane ermordet zu haben, wobei man ihm nichts nachweisen konnte. Er wurde verhaftet und nach einer Verhandlung freigesprochen. 1994 wurde der Fall erneut verhandelt, er beteuerte stets seine Unschuld und wurde auch hier freigesprochen. John Henry Carpenter verstarb 1998. Der Mordfall bleibt bis heute ungelöst.