True Story

Becket – britisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1964.

becket

Das Historiendrama beruht auf dem Bühnenstück „Becket or the Honour of God“ des französischen Autors Jean Anouilh. Erzählt wird die Geschichte des Konflikts zwischen Thomas Becket und Heinrich II., dem normannischen König von England.

Thomas Becket wurde im Jahr 1170 ermordet. Bekannt war er auch unter den Namen Thomas of Canterbury oder Thomas of London. Thomas Becket (1119-1170) war Erzbischof von Canterbury, von 1162 bis zu seinem Tod im Jahr 1170. Geboren um 1120 in London als Sohn eines Kaufmanns. Er erhielt eine gute Ausbildung und trat in die Dienste des Erzbischofs Theobald von Canterbury. Dieser schickte ihn nach Rom um dort zu studieren.

Später wurde sein Talent und sein Wissen vom  König Englands, Heinrich II., bemerkt, dieser ihn zum Kanzler machte und beide beste Freunde wurden. Als der Erzbischof von Canterbury im Jahr 1161 starb, machte ihn der König zum Erzbischof. Die innige Freundschaft zwischen Thomas Becket, nun als Erzbischof, und Heinrich II. litt unter der Entscheidung die der König getroffen hatte. Zwischen den beiden Freunden kam es immer häufiger zu Meinungsverschiedenheiten, da Thomas Becket nun der Kirche diente und nicht dem König.

Als Erzbischof war er der Primas von England, beide hatten unterschiedliche Meinungen zur Kirche und deren Rechte. Aus Freunden wurden Feinde und ihr Streit wurde immer intensiver. Im Jahr 1164 flieht Thomas Becket nach Frankreich. Hier wird er von König Ludwig VII. herzlich empfangen. Thomas Becket reichte beim Papst Alexander III. ein Gesuch zum Rücktritt von all seinen Kirchenämtern ein. Der Papst lehnte dies ab.

Thomas Becket war gezwungen in Frankreich im Exil zu leben. Erst 1170 kehrt er nach Canterbury zurück. Hier war er mittlerweile auf politischem Parkett nicht mehr erwünscht. Was auch immer Heinrich II. zu seinen vier Rittern, Reginald Fitzurse, Hugh de Morville, William de Tracy und Richard le Breton sagte, wurde als königlicher Mordbefehl interpretiert. Die vier Diener des Königs suchten Thomas Becket auf und ermordeten ihn.

Mit ihren Schwertern schlugen sie mehrfach auf ihn ein. Thomas Becket sprach mit leiser Stimme; „Für den Namen Jesu und dem Schutz der Kirche, ich bin bereit, den Tod zu umarmen.“ Der dritte Ritter mit seinem Schlag, schlug ihm die Schädeldecke vom Kopf. Thomas Becket war tot.

Die Kirche hatte stets eine Unterwerfung unter dem König verweigert. Dies machte Thomas Becket, der von seinem Freund Heinrich II. selbst zum Erzbischof ernannt wurde, deutlich. Heinrich II. (1133-1189) war Herzog der Normandie und von Aquitanien, Graf von Anjou, sowie von 1154 bis 1189 König von England. Er hatte versucht Thomas Becket und seine Gefolgsleute unter Kontrolle zu bekommen. Selbst per Eid hatte er sie dazu gezwungen sich ihm zu unterwerfen.