True Story

Apocalypse Now – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1979.

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Das Kriegsdrama zeigt nicht nur die Grausamkeit und Sinnlosigkeit eines Krieges, so beruht Apocalypse Now auch auf wahren Ereignissen. Unter anderem auf den Vietnamkriegs-Reportagen des Kriegsberichterstatters Michael Herr. Sein Buch „Dispatches“ (An die Hölle verraten) wurde 1977 veröffentlicht.

Inspiration fand hier auch Joseph Conrads Buch „Heart of Darkness“ (Herz der Finsternis). Dieses Buch ist bereits 1899 erschienen und erzählt die Geschichte eines Mannes der in den Wahnsinn getrieben wird als dieser in den Dschungel geht. Drehbuchautor John Milius lässt ebenfalls eine wahre Geschichte einfließen. Dies ist die Geschichte von Robert Rheault (im Film Colonel Walter Kurtz, dargestellt von Marlon Brando).

Robert Bradley Rheault (1925-2013) war amerikanischer Colonel in der US-Army Special Forces, bekannt als Green Berets. Er und weitere Soldaten wurden der Verschwörung beschuldigt und einen Mord begangen zu haben. Dabei sollen sie bei einer geheimen Hinrichtung einen vietnamesischen Spion getötet haben. Dies war ein vietnamesischer Doppelagent der für die Amerikaner und die Nordvietnamesen arbeitete. Der Mord an Thai Khac Chuyen löste einen Feuersturm der Medien aus. Der Vorfall wurde untersucht und kam vor das Militärgericht.

Robert B. Rheault galt als charismatischer Oberst. Es war sein zweiter Einsatz im Vietnamkrieg, als dieser 1969 seinen Höhepunkt erreichte. Sein Auftrag wurde gleichzeitig sein Schicksal. Er wurde nun in einen Fall verwickelt der Aufmerksamkeit in den höchsten Kreisen des Pentagon, des Weißen Hauses, der CIA und dem Kongress erregte. Dies war das Ende seiner vielversprechenden militärischen Laufbahn. Das Time Magazine sprach von einem Skandal, der gleich nach den My-Lai-Morden kam.

Er und sechs weitere Offiziere der Special Forces wurden aufgrund des Befehls von General Creighton Abrams verhaftet. Ihnen drohte das Kriegsgericht. Viele hingegen glaubten man wolle Robert B. Rheault nur zum Sündenbock machen. Sein Sohn argumentierte; „Was soll diese ganze Aufregung? Mein Vater diente im Vietnamkrieg und es war seine Pflicht Vietcongs zu töten.“

Letztlich wurden sämtliche Vorwürfe fallen gelassen. Er und alle weiteren Offiziere baten darum aus dem Militärdienst entlassen zu werden. Zeugen hatten zudem bestätigt das Chuyen ein Doppelagent gewesen sei, auch diverse Fotos konnten dies belegen. Der Witwe von Chuyen und Mutter von zwei Kindern, der 29-jährigen Kim Lien, zahlte man 6.000 Dollar. Über Robert B. Rheault sagte man; “ Er war ein großer Mann… und Männer wie Rheault haben geholfen diesen Krieg zu gewinnen.“