True Story

Land der schwarzen Sonne (Mountains of the Moon) – amerikanisches Historiendrama, Abenteuerfilm aus dem Jahr 1990.

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Der Film basiert auf der Geschichte der beiden Abenteurer Richard Francis Burton und John Hanning Speke, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Afrika nach der Quelle des Nils suchen. Zudem beruht der Film auf dem historischen Roman „Burton and Speke“ aus dem Jahr 1982 des Autors William Harrison, der die Expedition im Jahr 1857 beschreibt und sich auf die Beziehung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Männer konzentriert.

Im Jahr 1856 wurde diese Expedition nach Afrika von der Royal Geographical Society finanziert. Am 16. Juni 1857 starteten Richard Francis Burton und John Hanning Speke die Expedition nach Ostafrika, mit dem Ziel die großen Seen und die Quellen des Nils zu finden. Ein weiterer Auftrag der Männer war, die Stämme der Region zu studieren und herauszufinden ob man aus diesen Regionen etwas exportieren könne. Man hoffte das man während der Expedition die Quelle des Nils finden würde.

Richard Francis Burton und John Hanning Speke kannten sich bereits. Beide hatten sich bei einer Expedition in Aden, Jemen, kennengelernt. John Hanning Speke (1827-1864) war britischer Afrikaforscher. Gemeinsam hatten sie zuvor Somalia besucht, wo Speke schwer verwundet wurde. 1855 beteiligte sich Speke am Krimkrieg. Richard Francis Burton (1821-1890) war ebenfalls Afrikaforscher und zudem Offizier, Konsul, Übersetzer, Orientalist und Mitglied der Royal Geographical Society. Vor seiner Abreise nach Afrika hatte er sich heimlich mit Isabel Arundell verlobt.

Am 27. Juni 1857 begann die Expedition und Speke hatte ihn wieder begleitet. Sie folgten den Wegen der Karawanen und es kam hin und wieder zu Problemen, sei es zuverlässige Träger zu finden oder dem Diebstahl von ihrer Ausrüstung. Beide Männer hatten zudem mit einer Vielzahl von Tropenkrankheiten zu kämpfen. Im Februar 1858 erreichte man den Tanganjikasee. Burton war der Meinung das sei die Quelle des Nils. Im Juli trennten sich die beiden Entdecker und Speke stieß auf den Victoriasee, diesen er als Quelle des Nils glaubte. Die unterschiedlichen Meinungen hatten nun eine Rivalität zwischen den Männern entfacht. Der Gesundheitszustand von Burton sowohl auch Speke galt als extrem bedenklich. Nach ihrer Reise kehrten sie getrennt nach Hause zurück.

Wie üblich hatte Burton alles sehr detailliert notiert, nicht nur über die Geografie, sondern auch Sprachen, Sitten und sogar den sexuellen Gewohnheiten der Menschen denen er begegnete. Für ihn war es die letzte große Expedition. Seine Notizen galten als unschätzbarer Wert für die späteren Erkundungen von Speke und seinen Mitstreitern James Augustus Grant, Samuel Baker, David Livingstone und Henry Morton Stanley. Da sich Burton und Speke nicht mehr einig waren, entfachte dies einen anhaltenden öffentlichen Streit. Burtons Sympathisanten behaupteten, Speke ärgere sich über die Führungsrolle von Burton. Andere hingegen, die auf der Seite von Speke standen, meinen es sei umgekehrt gewesen, Burton wäre über sein Erfolg und die Entschlossenheit verärgert und er hätte es ihm nicht gegönnt.

Als Speke nach London zurückgekehrt war, hielt er einen Vortrag an der Royal Geographical Society und behauptete der Victoriasee sie die Quelle des Nils. Als Burton nach London kam, wurde Speke bereits gefeiert und verehrt. Beide Männer versuchten gegenseitig ihrem Ruf zu schaden. Speke unternahm eine zweite Expedition um zu beweisen das der Victoriasee die Quelle des Nils sei. 1864 sollte bei einer Debatte Klarheit geschaffen werden. Burton und Speke saßen im Hörsaal nebeneinander. Speke stand auf und sagte; „Ich kann es nicht länger ertragen“ und verließ den Saal. Noch am selben Tag ging er zur Jagd auf dem Anwesen eines Verwandten. Man fand ihn tot auf, ein Schuss aus einer Schrotflinte hatte ihn getötet. Sein Tod war jedoch ein Unfall. Burton bereiste weiterhin die ganze Welt. Spekes Behauptung, der Victoriasee sei die Quelle des Nils, ist nicht richtig. Burtons Meinung, der Tanganjikasee sei die Quelle, ist auch nicht korrekt. Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und hat zwei Quellflüsse.