True Story

Im Vorhof zur Hölle (State of Grace) – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1990.

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Es heißt das mehrere Vorfälle die im Film zu sehen sind sich wirklich so zugetragen haben. Inspiration fand der Film durch die irisch-amerikanische Gang The Westies. Auch bekannt als West Side Irish Mob, einer Bande im organisierten Verbrechen in New York City.

Die Gang agierte vor allem im Stadtteil Hell’s Kitchen in Manhatten. In den Jahren 1965 bis 1988 hatte die Bande ihren größten Einfluss und ist vermutlich für die Ermordung von bis zu 100 Menschen verantwortlich. Berüchtigt waren sie vor allem durch ihre rücksichtslose Beseitigung der Leichen, bei der sie ihre Opfer zerstückelten. Aber auch durch ihre Zusammenarbeit mit der Mafia, mit einer der Fünf Familien der Cosa Nostra New Yorks, der Gambino Familie. Zu den Westies gehörten zwischen 12 und 20 Mitglieder, je nachdem wer gerade nicht eine Haftstrafe absitzen musste.

Bereits um 1900 hatten sich viele Iren niedergelassen. So entstanden viele Banden, wie zum Beispiel den Gophers, diese bis 1920 existierte. Einige Mitglieder setzten ihre kriminelle Karriere in anderer Form fort. Bis 1959 zogen sich drei der Gangster zurück. Grund hierfür war der Niedergang der Docks, da immer mehr Güter vermehrt über den Flugverkehr abgewickelt wurden.

Ein Nachfolger stand bereits bereit um sich den illegalen Einnahmequellen anzunehmen. Michael J. „Mickey“ Spillane fielen diese Geschäfte förmlich in die Hände. Durch die Heirat mit Maureen McManus im Jahr 1960, diese aus einer angesehenen Politikerfamilie stammte, bekam das Ganze eine zusätzliche Reputation. Die Familie hatte seit 1905 eine gewisse politische Kontrolle im Bezirk West Side. Dies eröffnete Spillane neue Geschäftsfelder, da nun auch der Bausektor offen stand. Somit war der Weg frei, das die Iren nicht nur die Hand über große und bekannte Baustellen, wie des New Yorker Coliseum und des Madison Square Garden übernommen hatten.

Sie waren nun mittendrin im Racketeering, der Schutzgelderpressung, einer illegalen Geschäftsführung und all den anderen illegalen Aktivitäten wie, Drogenhandel, Erpressung, Korruption, illegales Glücksspiel und der Produktpiraterie. Eine weitere Einnahmequelle waren Entführungen um Lösegeld kassieren zu können. Unter den Entführungsopfern war auch der Vater von James „Jimmy“ Coonan, dieser sich an Spillane rächen wollte. Mit einer Maschinenpistole eröffnete er das Feuer auf Spillane und seine Männer. Niemand wurde verletzt, aber diese eindeutige Botschaft war angekommen. Coonan und seine Leute waren nun aber für eine größere Konfrontation bereit.

Doch dieses Vorhaben scheiterte, da Coonans Bruder Jackie auf eigene Faust eine weitere Bar ausrauben wollte. Dabei erschoss er den Besitzer und wurde verhaftet. Im Jahr 1966, nur wenige Tage darauf, wurden die beiden Zivilisten Jerry Morales und Charles Canelstein Opfer der Coonan Truppe. Beide Opfer waren in einer Bar auf Eddie Sullivan getroffen, dieser glaubte es seien Männer des Spillane-Killer-Teams. Sullivan lockte die beiden Männer in sein Auto und fuhr davon, trieb sie in einen Hinterhalt und schoss sie nieder. Charles Canelstein überlebte und konnte somit der Polizei die Täter mitteilen.

Eddie Sullivan erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Coonan wurde 1970 vorzeitig entlassen. Spillane war noch immer die herrschende Figur in Hell’s Kitchen. Coonan war auf sich allein gestellt und versuchte seine kriminellen Aktivitäten fortzuführen. 1977 wurde Spillane von Roy DeMeo erschossen. Somit kam es zur Machtübernahme durch Coonan. Es folgten weitere Morde. Coonan und Featherstone führten nun ein brutales Regime. So entstanden The Westies, woraufhin nun auch die Mafia bereit war mit ihnen zusammenzuarbeiten. Und wieder kam es zu Morden, all jene die sich ihnen in den Weg stellten wurden skrupellos getötet. Bis zum September 1987 als man Coonan und seiner Bande The Westies den Prozess machte.