True Story

Die Männer der Emden – deutsches Drama aus dem Jahr 2012.

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Das Drama erzählt die Geschichte des Kreuzers SMS Emden, einem Kriegsschiff im Ersten Weltkrieg. Es ist das bekannteste deutsche Kriegsschiff überhaupt. Die SMS Emden war ein kleiner Kreuzer der deutschen kaiserlichen Marine. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Schiff mit seinen 361 Mann Besatzung in den Indischen Ozean entsandt. Der kleine Marinekreuzer Emden hat mehr als 60 Schiffe gestellt und versenkt. Ein herber Verlust für die Alliierten, denn ihr Nachschub wurde empfindlich gestört. Das Schiff besaß eigentlich drei Schornsteine, man montierte jedoch einen falschen vierten hinzu, um es wie einen britischen Kreuzer der Town-Klasse aussehen zu lassen.

Nach den vielen Erfolgen findet die Emden ein jähes Ende. Der Kreuzer wird nun selbst zum Ziel eines australischen Zerstörers, einem leichten Kreuzer der Royal Australien Navy, der HMAS Sydney. Der Feind entdeckte die Emden bei einer Inselgruppe. Die Emden eröffnete das Feuer um den stark überlegenen Kreuzer auf Distanz zu halten und ihn gegebenenfalls außer Gefecht zu setzen. Die Sydney wurde getroffen, wobei vier der Besatzungsmitglieder starben. Man erwiderte das Feuer und es gelang durch Schnelligkeit und einer höheren Feuerkraft die Emden kampfunfähig zu machen. Die Besatzung der Emden hatte keine Chance.

Der Kommandant der Emden, der Marineoffizier Karl von Müller (1873-1923), setzte das Schiff auf den Strand von North Keeling, einer der Kokosinseln, um es vor dem Sinken zu bewahren. Das Schiff lief auf ein Korallenriff auf. Die Sydney folgte der Emden und feuerte auf das Wrack. Die Besatzung der Emden versuchte an Land zu schwimmen wobei vier Mann ertranken. Während des Angriffs der Sydney wurden 7 Mann getötet und 13 verwundet. Am nächsten Tag wurden die Deutschen gefangen genommen und nach Singapur gebracht. Im gesamten Verlauf des Gefechts mit der Sydney hatte die Emden 136 tote Besatzungsmitglieder zu beklagen.

Doch nun beginnt die eigentliche Geschichte. Am Abend zuvor waren 50 Mann der Emden mit dem alten Schoner Ayesha entkommen. Die Männer standen unter dem Kommando von Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke (1881-1957). Bevor auch sie dem Feind in die Hände fallen und in Kriegsgefangenschaft geraten, entschieden sich die Männer für eine Flucht. Ihr Schiff, die Ayesha, war ein altes heruntergekommenes Wrack, schon längst außer Dienst gestellt. Man machte es halbwegs fahrtüchtig und steuerte Sumatra an. Trotz dieser Bedingungen erreichen die Männer im Dezember 1914 die Hafenstadt Padang in Indonesien. Hier war es ihnen nur erlaubt 24 Stunden zu verweilen, da Indonesien niederländischer Kolonialbesitz war und diese sich im Krieg neutral verhielten.

Um weiter in Richtung der Heimat Deutschland zu gelangen, brauchten die Männer ein anderes Schiff. Über den deutschen Konsul kam es zu einem Kontakt zum deutschen Frachter Choising, der die Männer aufnahm. Die Ayesha wurde versenkt. Die Choising lief den Hafen von al-Hudaida an, einer Stadt in Jemen an der Küste des Roten Meeres. Hier gingen die Männer von Bord. Es gelang zwei kleinere Boote zu organisieren. Wieder an Land, wobei sie auch in Gefechte verwickelt wurden, suchten die Männer nach der Bahnlinie, der Hedschasbahn. Mit dem Zug schafften sie es über Arabien nach Konstantinopel. Überlebt haben diese Tortour 5 Offiziere, 7 Unteroffiziere und weitere 37 Mann. Nach kurzen Ehrungen in Deutschland im Juni 1915 wurden die Männer den verschiedenen Fronten zugeteilt. Die Hälfte der Männer ließen hier ihr Leben.