True Story

Die Reise des jungen Che – The Motorcycle Diaries – argentinisch-amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2004.

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Der Film mit dem Originaltitel „Diarios de motocicleta“ basiert auf den Aufzeichnungen einer Südamerika-Reise des damals 23-jährigen Ernesto Guevara, besser bekannt als Che Guevara und seinem 29-jährigen Freund Alberto Granado, diese 1952 eine Motorradtour durch Lateinamerika unternahmen. Ernesto Guevara war junger Medizinstudent als er eine dieser Reisen unternahm. Er reiste durch ganz Südamerika und wurde mit der Armut, dem Hunger und den Krankheiten der dort lebenden Menschen konfrontiert. Er war empört über die soziale Ungerechtigkeit.

1948 besuchte Che Guevara die Universität von Buenos Aires um Medizin zu studieren. Sein Wunsch war es jedoch die Welt zu entdecken, was ihn auf mehrere Reisen führte. 1950 fuhr er mit seinem Fahrrad mit kleinem Hilfsmotor 4500 Kilometer durch die ländlichen Provinzen des nördlichen Argentiniens. Ein Jahr darauf unternahm er allein mit seinem Motorrad eine Reise von 8000 Kilometern durch Südamerika.

Für eine weitere Reise nahm er seinen Freund, den Biochemiker Alberto Granado, mit auf diese Tour, um gemeinsam ein paar Wochen zu verbringen. In Chile traf er auf die Kupfermine Chuquicamata, wo er sich ein Bild von den miserablen Arbeitsbedingungen der Bergleute machte und was ihn erzürnte. Auf dem Weg nach Peru nach Machu Picchu, hoch in den Anden gelegen, sah er die Armut der Menschen die hier in abgelegenen ländlichen Gebieten lebten. Mit ihrem Motorrad, einer Norton Modell 18, ging ihre Reise weiter zu einer Lepra-Kolonie in Peru. Ihnen wurde immer mehr das Ausmaß des Elends bewusst, vor allem die sozialen Gegensätze. So entstand sein Buch „The Motorcycle Diaries“ was zu einem Bestseller wurde.

Sein Medizinstudium hatte er unterbrochen, schloss dieses aber am 11. April 1953 als Doktor der Medizin und der Chirurgie ab. Noch im selben Jahr reiste Che Guevara mit seinem Jugendfreund Carlos Ferrer nach La Paz, einer Stadt in Bolivien. In Mexiko traf er 1955 auf Fidel Castro, schloss sich seiner geführten Kubanischen Revolution an und ließ sich militärisch ausbilden. Man ernannte ihn zum Kommandanten und er spielte eine wichtige Rolle im Guerillakrieg, dieser 1959 zum Erfolg geführt hatte. Unter der Führung von Fidel Castro wurde Che Guevara Minister und Leiter der Kubanischen Bank. Nach der Kubanischen Revolution (1953-1959) führte er eine Reihe von Schlüsselrollen in der neuen Regierung Kubas.

1965 verließ er Kuba um auch in anderen Ländern wie dem Kongo oder Bolivien eine Revolution voranzutreiben. 1967 wird er in Bolivien mit Hilfe der CIA von Soldaten gefangen genommen und exekutiert. Am 9. Oktober 1967 wurde Che Guevara im Alter von 39 Jahren in La Higuera erschossen.

Ernesto Guevara (1928-1967) wurde am 14. Juni 1928 in Rosario, Argentinien, geboren. Bereits in seiner Jugend prägte sich der Sinn nach Gerechtigkeit. Im Haus der Eltern fanden sich mehr als 3000 Bücher, die sein Interesse weckten. Werke von Jules Verne aber auch Karl Marx und vielen weiteren bekannten Schriftstellern. Er war zweimal verheiratet und ist Vater von fünf Kindern, wovon eines aus einer außerehelichen Beziehung stammt. Er zählt zu den 100 einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts und ist neben Fidel Castro die wichtigste Symbolfigur der Kubanischen Revolution.

Sein Freund Alberto Granado (1922-2011) war Biochemiker, die sich 1945 kennengelernt hatten. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft. Er schrieb ebenfalls ein Buch, mit dem Titel „Mit Che durch Südamerika“ welches neben „The Motorcycle Diaries“ als Grundlage für den Film diente. Er verstarb am 5. März 2011 in Havanna, Kuba.