True Story

Der Fall Jakob von Metzler – deutsches Drama aus dem Jahr 2012.

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Das Drama das auf wahren Begebenheiten beruht, beschreibt den Mordfall Jakob von Metzler, dieser von Magnus Gäfgen ermordet wurde. Zudem thematisiert der Film den Daschner-Prozess.

Wolfgang Daschner war stellvertretender Frankfurter Polizeipräsident, dieser im Entführungsfall Jakob von Metzler, als es zur Festnahme von Magnus Gäfgen gekommen war, den Kriminalhauptkommissar Ortwin Ennigkeit angeordnet haben soll, er solle Magnus Gäfgen einschüchtern, da Wolfgang Daschner um das Leben des entführten Jungen fürchtete.

Magnus Gäfgen behauptete man wolle ihn einschüchtern. Der Beamte hätte gesagt, dass man ihm Schmerzen zufüge wie er sie noch nie erlebt habe und das man ihn in eine Zelle mit zwei „großen Negern“ sperren würde. Nach Aussagen des Beamten, habe es diese oder ähnliche Drohungen nicht gegeben, man habe lediglich an das Gewissen des Entführers appelliert. Wolfgang Daschner ordnete an, den Verdächtigen falls nötig, unmittelbaren Zwang anzudrohen. Er wollte damit das Leben des Jungen retten.

Es ist der 27. September 2002 als der Student Magnus Gäfgen dem 11-jährigen Bankierssohn vor der Schule auflauert. Er lockt ihn in sein Auto und fährt mit dem Jungen in seine Wohnung. Magnus Gäfgen tötet das Kind, erstickt ihn und versteckt die Leiche in einem See nahe dem hessischen Birstein. Der Jura-Student war verschuldet und forderte Lösegeld. Die Familie des Jungen erhielt einen Erpresserbrief mit der Forderung von einer Million Euro, ihr Sohn Jakob befinde sich in den Händen von Entführern.

Man startete eine polizeiliche Großaktion, mit mehreren Hundertschaften von Polizeibeamten, um nach Jakob von Metzler zu suchen. Der stellvertretende Polizeipräsident Wolfgang Daschner bildete eine Sonderkommission. Magnus Gäfgen hatte das Geld, als es zu einer nächtlichen Geldübergabe gekommen war. Fortan wurde er von Polizeibeamten beschattet. Er bestellte sich ein neues Auto und buchte einen Urlaub, den er mit seiner Freundin verbringen möchte. Am 30. September gelang es der Polizei ihn in einem Parkhaus des Frankfurter Flughafens festzunehmen. Gäfgen hatte zunächst ein falsches Versteck angegeben, verriet dann jedoch den wahren Ort. Am 1. Oktober 2002 findet die Polizei die Leiche des Jungen.

2003 wurde Magnus Gäfgen wegen Entführung und Ermordung von Jakob von Metzler zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Außerdem wurde eine besondere Schwere der Schuld festgestellt, da er den Tod des Jungen gewollt habe. Der Richter bezeichnete die Tat als kaltblütiges Verbrechen. Magnus Gäfgen gilt als hochintelligenter Mann, doch seine Gier und seine Minderwertigkeitskomplexe haben ihn zu dieser grausamen Tat getrieben. Im Verhör hatte er zugegeben das der Junge nicht mehr am Leben sei. Die Polizei war bislang nur von einer Entführung ausgegangen und hoffte das der Junge noch am Leben ist. Gäfgen klagte mehrfach um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen, jedoch ohne Erfolg.

Wolfgang Daschner hatte seine Vorgehensweise selbst in den Akten vermerkt. Ihm war bewusst, das seine Vorgehensweise fragwürdig ist, doch er wollte damit nur das Leben des Kindes retten. Ortwin Ennigkeit und Wolfgang Daschner wurden zu Geldstrafen verurteilt. Hinzu kam eine Verwarnung und ein Jahr auf Bewährung. Der Fall löste einige Debatten aus, wie weit darf man gehen um eine Aussage zu erzwingen. Daraus prägte sich der Begriff Rettungsfolter.