True Story

Norma Rae – Eine Frau steht ihren Mann – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1979.

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Der Film erzählt die Geschichte von Cristal Lee Sutton, die sich in einer Gewerkschaft organisierte. Sie kämpfte mehrere Jahre um einen Tarifvertrag in dem Unternehmen J.P. Stevens, einer Textilfabrik die unter anderem Handtücher und Tischdecken herstellte.

Es sind die frühen 1970er Jahre, als sie mit ihren 33 Jahren bei J.P. Stevens in Roanoke Rapids beschäftigt ist, einem Unternehmen das Textilien produzierte. Sie verdient magere 2,65 Dollar die Stunde, hinzu kommen die schlechten Arbeitsbedingungen. So versuchte man sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Sie sagte; „Das Management und andere Mitarbeiter behandeln mich als ob ich Lepra hätte.“ Sie erhielt Drohungen und schließlich wurde ihr gekündigt. Doch bevor sie ihren Arbeitsplatz verließ, nahm sie ein Stück Pappe und schrieb darauf UNION, stellte sich auf ihren Arbeitstisch und drehte sich mit diesem Schild langsam um. Andere Mitarbeiter die an ihren Maschinen standen nahmen dies positiv zur Kenntnis. Plötzlich wurde es ruhig, die Polizei war vor Ort und entfernte sie von ihrem Arbeitsplatz.

Am Morgen des 30. Mai 1973 wurde sie aus der J.P. Stevens Textilfabrik entlassen. Es war allgemein bekannt das dieses Unternehmen Hungerlöhne zahlt und es nicht tragbare Arbeitsbedingungen gegeben hat. Einige der Arbeiter haben an den Maschinen ihre Finger verloren, die Luft war voller Baumwollstaub und einige verloren ihr Gehör durch das laute Rattern der Maschinen.

Die Gewerkschaft, The Amalgamated Clothing and Textile Workers Union, erreichte das sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren konnte. Sie hatte sich in dieser Vereinigung engagiert und konnte durch einen Gerichtsbeschluss ihre Arbeit 1977 wieder aufnehmen. Man hatte sie zur Sprecherin der Gewerkschaft ernannt und sie gab zahlreiche Interviews. Ihre Bemühungen haben auch dazu beigetragen, ein positives Bild der arbeitenden Menschen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Man bewunderte ihren Mut, ihr Engagement sich für die Arbeiter einzusetzen und deren Leben zu verbessern.

In den frühen 1970er Jahren waren alle anderen großen Konzerne weitgehend gewerkschaftlich organisiert. Sie verdiente weniger als 2,80 Dollar die Stunde und arbeitete sechs Tage in der Woche. Die staubige Luft mit all den Baumwollflusen setzten sich auf die Haut, in das Haar und sogar auf das Sandwich in der Mittagspause. Dies alles wurde eingeatmet, setzte sich in Hals und auf den Lungen fest.

Sie ist Mutter von drei Kindern und zum zweiten Mal verheiratet. Ihr erster Ehemann kam bei einem Autounfall ums Leben. Sie war 20 Jahre alt und hatte bereits einen 4 Monate alten Sohn. Sie wollte Hausfrau sein doch entschied sich zu arbeiten. So kam sie zu J.P. Stevens. Es dauerte mehrere Jahre bis die Gewerkschaft die Rechte der Arbeitnehmer vertreten durfte. Weitere sieben Jahre bis J.P. Stevens für die 3000 Mitarbeiter einen Tarifvertrag unterzeichnete. Nun wurden 5 Dollar die Stunde gezahlt und die Arbeitsbedingungen, die zur Sicherheit und Gesundheit beitragen, verbessert.

Für den Rest ihres Lebens war Cristal Lee Sutton eine Befürworterin für die Gewerkschaften und setzte sich für die Arbeiter ein. Sie erkrankte an Krebs. Die nächsten Jahre arbeitete sie in verschiedenen Niedriglohnjobs in einem Fast Food Restaurant und als Zimmermädchen. Sie reiste als Sprecherin der Gewerkschaft durch das ganze Land. Sie sagte; „Nachdem man mich bei J.P. Stevens entlassen hatte, wurde ich die Frau die ich immer sein wollte.“ Ihren langen Kampf gegen die Krankheit Krebs hat sie verloren und verstarb am 12. September 2009 im Alter von 68 Jahren.