True Story

Puppenjungs – Der Fall Haarmann – deutsches Doku-Drama aus dem Jahr 2009.

puppen

 

Erzählt wird die Geschichte des deutschen Serienmörders Fritz Haarmann, dieser für die Morde an 24 Jungen und jungen Männern verantwortlich gemacht und daraufhin hingerichtet wurde. Zwischen 1918 und 1924 wurden die Morde begangen, zudem kam es zu sexuellen Übergriffen, Verstümmelungen und dem Zerstückeln der Leichen. Für seine Taten war Fritz Haarmann auch als Vampir von Hannover und Schlächter von Hannover bekannt.

Friedrich Heinrich Karl „Fritz“ Haarmann (1879-1925) wurde am 25. Oktober 1879 in Hannover geboren. Seine Eltern galten als arm und hatten insgesamt sechs Kinder zu versorgen. Ihn beschrieb man als ein unauffälliges und ruhiges Kind. Er hatte nur wenige Freunde, spielte lieber mit seinen Geschwistern, wobei er die Puppen seiner Schwestern bevorzugte, sogar selbst Mädchenkleidung trug und sich für Handarbeit interessierte.

Als er 16 Jahre alt war, drängten ihn seine Eltern zum Besuch der Militärakademie in Neu Breisach. Aufgrund von Halluzinationen wurde er aus dem Dienst, aus der Unteroffiziersschule, entlassen. Er kehrte nach Hannover zurück und arbeitete in einer Zigarrenfabrik.

Im Jahr 1898 wurde er erstmals verhaftet, da er Kinder belästigt hatte. Ein Psychologe veranlasste die Einweisung in eine psychiatrische Anstalt. Nach etwa einem halben Jahr floh er aus dieser Einrichtung, ging in die Schweiz und kehrte nach zwei Jahren nach Deutschland zurück. Unter falschen Namen ging er wieder zum Militär und wurde abermals entlassen. Nachdem es zu einem heftigen Streit mit seinem Vater gekommen war, wurde er wegen Körperverletzung verhaftet. Kurz darauf eröffnete Haarmann ein kleines Geschäft, welches jedoch Pleite ging.

Die folgenden zehn Jahre versuchte er sich als Dieb, Einbrecher und verübte einige Betrügereien, was zu mehreren Gefängnisstrafen geführt hatte. Da er der Polizei bekannt war, fungierte Haarmann als Informant um Kriminelle stellen zu können. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, das Land und die Menschen noch mehr in die Armut führte, nahm folglich auch die Kriminalität zu. Nachdem er wieder eine Haftstrafe verbüßt hatte, begann auch seine Mordserie.

1919 lernt er Hans Grans kennen, mit dem Haarmann eine sexuelle Beziehung führt. Um etwas Geld zu verdienen, verkauft er Konserven und Altkleider. Von 1918 bis 1924 werden ihm mindestens 24 Morde zur Last gelegt. Sein erstes Opfer war der 17-jährige Friedel Rothe. Im Sommer 1924 fanden spielende Kinder mehrere Schädel. Der Verdacht fiel auf Fritz Haarmann, da man ihn mit anderen Verschwinden von jungen Männern in Verbindung gebracht hatte. Man durchsuchte seine Wohnung, in der man einen halb nackten Jungen vorfand. Wegen sexueller Übergriffe verurteilte man ihn zu neun Monaten Haft.

Wieder auf freiem Fuß ging sein Treiben weiter. Seine Opfer, meist junge Männer, lockte er in seine Wohnung und tötete sie. Während seiner sexuellen Handlungen biss er ihnen in den Hals, verging sich an den Leichen und zerstückelte sie, bevor er sie in dem Fluss Leine entsorgte. Die paar Habseligkeiten, die Kleidung der Opfer, wurden verkauft.

Ein Gerücht kam in Umlauf, er würde das Fleisch seiner Opfer als Schweinefleisch in Konserven verkaufen. Immer mehr Jungen fielen ihm zum Opfer, um deren Besitztümer zu Geld zu machen. Fritz Haarmann konnte festgenommen werden. Die Polizei durchsuchte den Fluss und fand Unmengen an menschlichen Knochen. In seiner Wohnung wurden Überreste von Blut gefunden und einige mehrere fremde Dinge, diese man den Opfern zuordnen konnte. Haarmann war Informant der Polizei und ein Mehrfachmörder, für die Bevölkerung ein Skandal. Am 25. April 1925 wurde Fritz Haarmann hingerichtet.