True Story

Nichts mehr wie vorher – deutsches Drama aus dem Jahr 2013.

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Inspiration fand der Film durch den Mordfall Lena oder auch als Kindsmord in Emden 2012 bekannt. Am 24. März 2012 wurde die elfjährige Lena aus Emden in einem Parkhaus getötet. Nachdem die Polizei mehrere Ermittlungsversäumnisse eingeräumt hatte und ein Unbeteiligter verhaftet wurde, kam es zu Lynchaufrufen und Protesten.

Der eigentliche Täter, ein 18-Jähriger, konnte am 30. März verhaftet werden. Er gestand das Mädchen getötet zu haben und wurde im November 2012 verurteilt. Auch gegen die Anstifter des Lynchmobs wurde strafrechtlich vorgegangen. Der Täter war der Polizei bereits bekannt. Vor der Tat befand sich der pädophil veranlagte Täter in Behandlung und hatte sich wegen seiner Neigung und dem Besitz von kinderpornografischen Material bei der Polizei selbst angezeigt.

Die Ermittlungen zu diesem Mord gingen nur schleppend voran, was zu einer massiven Kritik führte. Die Fahndung richtete sich auf einen jungen Mann in schwarzer Kleidung, diesen man in den Videoaufzeichnungen des besagten Parkhauses bemerkt hatte.

Das Mädchen war mit einem Schulfreund unterwegs um Enten zu füttern. Der Junge bemerkte das Lena nicht mehr zu sehen ist. Er kehrte nach Hause zurück und die Eltern von Lena wurden wegen ihres Verschwindens informiert. Man fuhr zum Parkhaus da dort ihr Fahrrad abgestellt war. Erst am Abend entdeckte ein Wachmann das Kind. Lena war bereits tot, jegliche Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Am 27. März nimmt die Polizei einen 17-Jährigen fest, dieser möglicherweise als Täter in Frage kommt. Dieser habe kein Alibi und verstrickte sich in den Vernehmungen in Widersprüche. Im sozialen Netzwerk Facebook werden die Anschuldigungen und sein Name veröffentlicht, was die Ermittler scharf verurteilten. Am 30. März wird der junge Mann wieder entlassen, da man ihn nun als Täter ausschließen konnte. Das Vorgehen der Sicherheitsbehörden bei diesen Ermittlungen  wurde massiv kritisiert.

Kurz darauf haben die Ermittler erneut eine heiße Spur, ein 18-Jähriger wurde von Zeugen als Tatverdächtiger beschrieben. Er gesteht die Tat und ein DNA-Abgleich bestätigt die Gewissheit. Die DNA-Spuren führen allerdings auch zu einen Fall im Jahr 2011, bei dem es zu einem sexuellen Übergriff auf eine Joggerin gekommen war. Der Tatort befand sich ganz in der Nähe des Parkhauses. Bekannt wurde nun auch das der 18-Jährige bereits im Jahr 2010 ein siebenjähriges Mädchen genötigt hatte. Er befand sich zwar in psychiatrischer Behandlung, doch es hieß, es seien keine Anzeichen für Gewalt zu erkennen.

Die Polizei konnte nun auch einen 18-Jährigen aus Ostfriesland ausfindig machen der zur Lynchjustiz aufgerufen hatte, als man den 17-Jährigen fälschlicherweise beschuldigt hatte. Er habe dazu aufgerufen; „Das Schwein tot zu hauen“. Der junge Mann wurde zu zwei Wochen Arrest verurteilt. Zudem folgte ein Disziplinarverfahren gegen Beamte in Emden, diese nicht rechtzeitig auf Hinweise zum eigentlichen Täter reagiert hatten. Das Verfahren gegen die Polizeibeamten wurde eingestellt. Der Mörder der elfjährigen Lena wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Er gilt als nicht therapierbar und stelle eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar.