True Story

Zeit für Legenden (Race) – kanadisch-deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

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Erzählt wird die wahre Geschichte des amerikanischen Leichtathleten Jesse Owens (1913-1980) und seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, wo er als herausragender Sportler vier Goldmedaillen gewann. Der Olympiastar schrieb hier Sportgeschichte. Jesse Owens siegte in vier Disziplinen, im 100-Meterlauf, 200-Meterlauf, im Weitsprung und der 4 mal 100 Meter-Staffel. Für Hitler und Goebbels ein Ärgernis, so war das nicht geplant, schließlich war Jesse Owens ein Athlet schwarzer Hautfarbe.

Die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1936 hatten nicht nur einen sportlichen Hintergrund, Ziel der Nationalsozialisten war es, diese als Propaganda zu missbrauchen, um das NS-Regime im Ausland positiv darzustellen. Nachdem Adolf Hitler am 30. Januar 1933 an die Macht kam, riefen die USA zu einer Boykottierung der Olympischen Spiele in Deutschland auf. Man hatte gewisse Zweifel an der Einhaltung der Regeln und Achtung der Teilnehmer. Die Situation in Deutschland sah man kritisch, man glaubte nicht an die Chancengleichheit aller Teilnehmer.

Schickte man die amerikanischen Athleten nach Berlin, akzeptierte man, wenn auch indirekt, die Methoden der Nationalsozialisten. Würde man den Sportlern eine Teilnahme an den Wettkämpfen verweigern, verwehrte man den Teilnehmern die Erfahrungen. Diese Olympischen Spiele galten als größtes Sportereignis der Welt. Befürworter meinten, es gehe hier um Sport und nicht um Politik. Letztlich gab man grünes Licht für eine Teilnahme.

James „Jesse“ Cleveland Owens wurde am 12. September 1913 als jüngstes von zehn Kindern in Oakville, Alabama, geboren. In Alabama herrschte strikte Rassentrennung, was die Familie später dazu bewegte nach Ohio zu ziehen. Als Jugendlicher übte er in seiner Freizeit verschiedene Jobs aus, er lieferte Lebensmittel und arbeitete in einer Schusterei. Jesse Owens besuchte die Ohio State University und erreichte unter seinem Coach Larry Snyder einen Rekord bei den Meisterschaften der National Colligate Athletic Association.

Zu seinen sportlichen Erfolgen, zu seiner Karriere, hatte auch Charles Riley beigetragen, der ihn an der Realschule Fairmount Junior High School förderte. Hier lernte er mit 15 Jahren die zwei Jahre jüngere Minnie Ruth Solomon (1915-2001) kennen. Beide heirateten am 5. Juli 1935, nachdem drei Jahre zuvor Tochter Gloria geboren wurde. Das Paar bekam noch zwei weitere Töchter, 1937 wurde Marlene und 1940 Berverly geboren.

Als Sportler erlangte er zum ersten Mal an der East Technical High School nationale Aufmerksamkeit. Am 25. Mai 1935 stellt Jesse Owens innerhalb von 45 Minuten gleich mehrere neue Weltrekorde auf, im Laufen und im Weitsprung. Sein Trainer Larry Snyder sagte, es schien als schwebte er über die Piste. Jesse Owens lehnte eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1936 ab. Er wollte nicht antreten, sein Trainer kritisierte ihn, denn für seine Karriere könne dies sehr nützlich sein.

So nahm er dann doch teil, gemeinsam mit 382 weiteren amerikanischen Sportlern, die sich am 15. Juli 1936 auf den Weg nach Berlin machten. Für Jesse Owens mit vier Goldmedaillen ein voller Erfolg. In seiner Biografie schrieb er, Hitler sei aufgestanden und habe ihm zugewinkt. Mit 23 Jahren beendete er seine sportliche Karriere. Jesse Owens verstarb am 31. März 1980.