True Story

Sieben Wochen auf dem Eis – deutsches Historiendrama aus dem Jahr 1967.

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Der Film basiert auf der Geschichte des italienischen Generals und Luftschiffpioniers Umberto Nobile (1885-1978), dem es gelang mit seinem Luftschiff Italia den Nordpol zu überqueren. Auf dem Rückflug kam es zu einem Unglück, das Luftschiff stürzte 1928 in der Nähe Spitzbergens ab.

An Bord befanden sich 16 Besatzungsmitglieder. Umberto Nobile und neun der Männer stürzten mit der Gondel auf das Eis. Ein Mann namens Pomella kam dabei ums Leben, die anderen wurden teils schwer verletzt. Die sechs weiteren Besatzungsmitglieder trieben mit dem Luftschiff, das sich wieder erhoben hatte, davon. Diese sechs Männer wurden nie wieder gesehen, ihr Schicksal bleibt somit ungeklärt.

Den anderen war es gelungen das Funkgerät zu retten. Nobile hatte sich ein Bein und einen Arm gebrochen, zudem eine gebrochene Rippe und eine Kopfverletzung. Sein Landsmann  Cecioni hatte sich beide Beine gebrochen. Der schwedische Meteorologe Finn Malmgren erlitt eine Schulterverletzung und glaubte eine Niere sei verletzt. Filippo Zappi hatte sich mehrere Rippen gebrochen.

Dem Funker Biagi war es gelungen Notrufsignale mit dem kleinen Kurzwellengerät abzusetzen. Es dauerte mehrere Tage als am 2. Juni 1928 der russische Funkamateur Nikolai Reinhold Schmidt einen Notruf empfangen hatte. Somit konnte eine Rettungsaktion eingeleitet werden. Mehrere Nationen, darunter Russland, Norwegen, Schweden, Finnland und Italien waren um eine Rettung bemüht. Auch private Schiffe, die von Polarforschern und Entdeckern im Einsatz waren, suchten nach den Männern.

Der norwegische Entdecker Roald Amundsen, dieser zuvor bei einer früheren Expedition im Jahr 1926 einige Differenzen mit Umberto Nobile hatte, beteiligte sich an der Suchaktion. Er war am 18. Juni 1928 aufgebrochen um nach Nobile und den Verunglückten zu suchen. Das Flugzeug stürzte ab, man fand später nur einen der Pontons und einen Benzintank. Selbst eine Suche im Jahr 2009 nach diesem Flugzeug blieb ohne Erfolg. Die Leichen der Männer, Amundsen, des Piloten Rene Guilbaud und vier weiterer Besatzungsmitglieder wurden nie gefunden.

Weinige Tage nach dem Absturz der Italia, machten sich Finn Malmgren und die beiden Italiener Mariano und Zappi auf den Weg um Hilfe zu holen. Während ihres Fußmarsches wurde Malmgren zu schwach und bat Mariano und Zappi allein weiter zu gehen. Es hielten sich Gerüchte sie hätten Malmgren getötet. Die beiden Männer haben es geschafft, sie trafen auf den russischen Eisbrecher Krassin.

Nobile wurde zwischenzeitlich durch ein Flugzeug gerettet. Die restlichen Männer konnten somit am 12. Juli ebenfalls mit dem Krassin gerettet werden. Der italienische Diktator Mussolini hatte zunächst eine Beteiligung an einer Rettung verwehrt, nur auf internationalen Druck schickte er zwei kleine Flugzeuge. Umberto Nobile machte man für dieses Unglück verantwortlich. Man kritisierte ihn zudem das er sich als Expeditionsleiter zuerst retten ließ. Der schwedische Pilot hatte jedoch den Befehl ihn als erstes zu retten. Umberto Nobile war als General zurückgetreten und verließ seine Heimat Italien, ging in die USA und später nach Spanien. 1945 wurde er in Italien rehabilitiert. Er starb am 30. Juli 1978 in Rom, Italien.