True Story

Babij Jar – Das vergessene Verbrechen – deutsch-weißrussisches Drama aus dem Jahr 2003.

babij-jar

Das Drama thematisiert das Massaker von Babyn Jar, bei dem im September 1941 mehr als 33.000 Juden von den Einsatztruppen der Sicherheitspolizei und des SD ermordet wurden. Die Sondereinheiten wurden im Auftrag Adolf Hitlers von Reichsführer SS Heinrich Himmler aufgestellt und eingesetzt. Sie sind verantwortlich für Massenmorde im Polenfeldzug 1939, im Balkanfeldzug 1941 und im Krieg gegen die Sowjetunion 1941 bis 1945.

Babyn Jar, übersetzt Weiberschlucht, ist eine Schlucht außerhalb der Stadt Kiew. Hier kommt es 1941 zu einem der größten einzelnen Massaker im Zweiten Weltkrieg.  Jüdische Männer, Frauen und Kinder fielen dem zum Opfer.

Die 6. Armee der Wehrmacht war in Kiew einmarschiert. Oberbefehlshaber dieses Großverbandes war Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung war geflohen oder hatten sich der Roten Armee angeschlossen. Etwa 50.000 der einst 220.000 Bewohner blieben zurück. Es waren vorwiegend ältere Männer, Frauen und deren Kinder.

Kiew war erobert und in deutscher Hand. Der deutsche Offizier General Kurt Eberhard wurde zum Stadtkommandanten ernannt. Nur wenige Tage darauf kam es zu einigen Anschlägen, Explosionen und Bränden. Einwohner der Stadt aber auch Angehörige der Wehrmacht kamen dabei ums Leben. Generalmajor Kurt Eberhard ordnete eine Besprechung zu dieser Lage an und berief den SS-und Polizeiführer Friedrich Jeckeln, den SS-Brigadeführer Otto Rasch und den SS-Offizier Paul Blobel zu dieser Besprechung.

Es wurde beschlossen die verbliebenen Kiewer Juden zu töten. Diese Aktionen sollten durch eine Evakuierung getarnt werden. Aus Berlin hieß es, man begrüße diese Maßnahmen und erbittet ein radikales Vorgehen. Die Menschen wurden am 28. September 1941 über eine Evakuierung informiert. Man sollte sich in warmer Kleidung und den persönlichen Dokumenten in der Nähe des Bahnhofs einfinden. Mehr als man erwartet hatte folgten diesem Aufruf.

Man führte die Männer, Frauen und Kinder zu der Schlucht Babyn Jar, zwang sie sich der Kleidung zu entledigen und eröffnete das Feuer. Die SS-Einsatzgruppe meldete am 2. Oktober, das bei den Erschießungen am 29. und 30. September 1941 in nur 36 Stunden 33.771 Juden getötet wurden. Einige haben dieses Massaker überlebt, so auch Dina Pronitschewa, die diese Ereignisse später schildert. Sie sagte in einem Kriegsverbrecherverfahren gegen 15 deutsche Polizeiangehörige aus. Die Hauptverantwortlichen kamen vor Gericht, dem Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.