True Story

Streets of Philadelphia – Unter Verrätern (10th & Wolf) – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2006.

streets-of-philadelphia

Der Thriller basiert auf der wahren Geschichte eines Mafia-Krieges in South Philadelphia. Zudem beruht der Film auf der Geschichte von Donnie Brasco, dem Decknamen des FBI-Agenten Joseph Pistone.

Es sind seine Erlebnisse als verdeckt arbeitender FBI-Ermittler in den 1970er Jahren, die er auch in seinem Buch „Donnie Brasco: My Undercover Life in the Mafia“ beschreibt.

Der 1939 geborene Joseph D. Pistone gilt als Pionier der Undercover-Tätigkeiten. Der damalige Direktor des FBI  J. Edgar Hoover war anfangs dagegen das Agenten Undercover arbeiten. Die Arbeit von Joseph D. Pistone hatte ihn überzeugt, denn nur so gelangte man an wichtige Informationen die für eine Strafverfolgung von großer Bedeutung waren. Joseph Dominick Pistone arbeitete sechs Jahre in der Bonanno-Familie und in der Colombo-Familie, zwei der insgesamt fünf Mafia-Familien in New York City.

Man hatte ihn als Undercover-Agenten gewählt, da er sizilianischer Abstammung war, fließend italienisch sprach und mit dem Mob in New Jersey bestens vertraut war. Im September 1976 verließ er sein Büro beim FBI und kehrte während der nächsten sechs Jahre nicht zurück. Getarnt als Donnie Brasco ermittelte er nun Undercover inmitten der Mafia. Das FBI hatte alles über ihn, was auf seine wahre Identität hinweisen ließ, vernichtet. Offiziell habe er nie existiert. Sollte dennoch jemand nach ihm fragen, so würde man diesen mitteilen das er hier nie gearbeitet hat oder man kenne diese Person nicht. Selbst Mitarbeiter, Freunde und Bekannte, selbst andere Informanten hatten keine Ahnung wo er ist und was hier überhaupt geschieht.

Ziel dieser verdeckten Ermittlungen war es die Hehler ausfindig zu machen. Täglich verschwanden in New York LKWs samt deren Ladungen. Joseph D. Pistone als Donnie Brasco und Bob Delaney, ein verdeckter Ermittler der New Jersey State Police, der unter dem Decknamen „Bobby Covert“ und „Bobby Smash“ agierte, waren nun mittendrin in der Mafia, um die organisierte Kriminalität nachzuweisen. Beide selbst wussten nichts voneinander.

Joseph Pistone besaß die Fähigkeit unter enormen Druck keinerlei Nervosität zu zeigen, er ließ sich nichts anmerken und kam dabei auch nicht ins Schwitzen. Da er Italiener war, hätte er Mitglied der Mafia werden können, bzw. spricht man hier von einem Vollmitglied. Dafür hätte er jemanden töten, einen Auftragsmord begehen müssen. Der Auftrag lautete den Capo der Bonanno-Familie, Philip Giaccone, zu ermorden. Diesen Auftrag zog man jedoch zurück. Nun hieß es den Mobster Alphonse Indelicato, ebenfalls ein Capo der Bonanno-Familie, zu töten. Donnie Brasco konnte dies nicht tun, selbst als Beamter hätte man ihn wegen Mordes angeklagt.

So entschied man sich, ihn nach nun mehr sechs Jahren dort wieder rauszuholen, da man auch um sein Leben fürchtete. 1981 musste Joseph Pistone untertauchen. Die Mafia hatte von seiner wahren Identität erfahren und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Der Mobster Napolitano, der ihn damals in die Mafia aufgenommen hatte, wurde 1981 erschossen und ihm beide Hände abgetrennt. Die Mafia wollte Donnie Brasco und bot ein Kopfgeld in Höhe von 500.000 Dollar. Die Beweise die Donnie Brasco gesammelt hatte, führten zu mehreren Verhaftungen und Überführungen der Gangster.