True Story

Hotel Ruanda (Hotel Rwanda) – britisch-südafrikanisches Drama aus dem Jahr 2004.

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Der Film erzählt die wahre Geschichte des Hotelmanagers Paul Rusesabagina, der während des Völkermords in Ruanda 1268 Menschen vor dem Tod bewahrte. Der Völkermord in Ruanda, oder auch Völkermord an den Tutsi, waren zahlreiche Gewalttaten denen bis zu einer Million Menschen zum Opfer fielen. In Ruanda gibt es zwei soziale Gruppen, die Hutu diese mit 85 Prozent die Bevölkerungsmehrheit bilden und die Tutsi als Minderheit.

Diese Gewalttaten begannen am 7. April 1994 und endeten Mitte Juni 1994. Man geht von mindestens 500.000 Toten aus. Die Täter kamen aus den Reihen der ruandischen Armee, der Polizei und den Milizen der Impuzamugambi und der Interahamwe. Selbst Zivilisten waren an diesem Völkermord beteiligt. Auslöser dieses Genozids waren jahrelange Konflikte zwischen der damaligen ruandischen Regierung und der Rebellenbewegung Ruandische Patriotische Front.

Das Hotel, Hotel des Mille Collines, in dem Paul Rusesabagina als Manager arbeitete, wurde 1973 von der belgischen Fluggesellschaft Sabena in Kigali erbaut. Hier fanden während des Völkermords 1268 Menschen Zuflucht. Keiner dieser Flüchtlinge wurde verletzt oder getötet.

Der am 10. Juni 1952 geborene Paul Rusesabagina lebt derzeit in Brüssel, Belgien, gemeinsam mit seiner Frau, den vier Kindern und zwei adoptierten Nichten. Er gründete die Hotel Rwanda Rusesabagina Foundation, diese sich für Menschenrechte weltweit einsetzt.

Sein Vater, ein Hutu und seine Mutter eine Tutsi hatten insgesamt neun Kinder. Er besuchte die Schule und sprach mit 13 Jahren fließend Englisch und Französisch. Am 8. September 1967 heiratet er seine erste Frau, Esther Sembela, mit der er nach Kamerun zog. 1978 zogen er und seine Frau mit den beiden Kindern nach Kigali. Das Paar trennte sich. Man bot ihm eine Stelle als Hotelmanager an, nachdem er in der Schweiz und Belgien das Hotelmanagement erlernt hatte. 1989 heiratet er seine zweite Frau, Tatiana, mit der er bis heute zusammen ist.

Während des Völkermords konnten seine Frau und die Kinder fliehen. Er blieb im Hotel um sich um die Menschen zu kümmern. Währenddessen wurden UN-Friedenstruppen nach Ruanda entsandt. Die gesamte Familie seiner Frau fiel dem Völkermord an den Tutsi zum Opfer. Tausende Menschen waren auf der Flucht. Er bot 1268 dieser Menschen in dem Hotel Zuflucht.

Für viele ist er ein Held, andere hingegen meinen er sei ein skrupelloser Geschäftsmann, ein Profiteur des Völkermords. Er habe angeblich Geld verlangt, wer nicht zahlen konnte bekam weder Wasser noch Essen. Einer dieser damaligen Flüchtlinge Edouard Kayihura beschreibt in seinem Buch, er habe Menschen im Hotel ausgebeutet und schlecht behandelt. Paul Rusesabagina streitet diese Vorwürfe ab. Natürlich habe er von seinen Hotelgästen Geld genommen, aber zu einem Zeitpunkt bei dem mit dem Völkermord noch gar nicht zu rechnen war. Der Regisseur des Films wehrte sich ebenfalls gegen diese Vorwürfe.