True Story

Der Spiegel (Serkalo) – sowjetisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1975.

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Der Spiegel ist ein autobiografisch geprägtes Drama und zeigt die Geschichte des Regisseurs Andrej Tarkowskij. Das Drehbuch ist eine Niederschrift quälender Erinnerungen an seine Kindheit. Es ist jene Zeit des Zweiten Weltkriegs die er als Kind miterlebte. Erlebnisse, Gedanken und Erinnerungen an seine Kindheit, seiner Mutter, dem Krieg, persönliche Momente und der Geschichte seines Heimatlandes der Sowjetunion. Er verwebt seine Erinnerungen mit der Geschichte und der Gesellschaft.

 

Sein Film Der Spiegel besteht mehr aus Erinnerungen als einer objektivierbaren Folgerichtigkeit. Autobiografische Bezüge sind in Eckpunkten nachweisbar. Ganz persönliche Erinnerungen treten gemeinsam mit gesellschaftlichen oder historischen Ereignissen der Sowjetunion zwischen 1930 und den 1970er Jahren auf. Er erzählt von seiner Mutter, seiner Kindheit und Jugend, vor und während des Großen Krieges.

Andrei Arsenjewitsch Tarkowski (1932-1986) war ein sowjetischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wurde am 4. April 1932 in Sawraschje, einem Dorf bei Moskau, geboren. Sein Vater Arseni Alexandrowitsch Tarkowski (1907-1989) war ein Lyriker und Übersetzer. 1936 kam es zur Trennung der Eltern. Somit wuchs er bei seiner Mutter Maria Ivanowna Wischniakowa und seiner Großmutter auf. Sein Großvater Aleksander Tarkowski war ein polnischer Adliger und arbeitete im Bankwesen.

Als der Zweite Weltkrieg begann, wohnte die Familie im Dorf Juriewo. Im Kriegsverlauf wurde die Familie evakuiert und 1944 zog man wieder nach Moskau. Hier absolvierte er die Fakultät für Regisseure im renomierten Staatsinstitut für Kinematographie. Bereits für seine Diplomarbeit „Die Walze und die Geige“ aus dem Jahr 1960 wurde Andrej Tarkowskij beim Internationalen Filmfestival für Studentenfilme in New York mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Es folgte sein Debütfilm „Iwans Kindheit“. Hierfür erhielt er den Goldenen Löwen bei den Internationalen Filmfestspielen 1962 in Venedig. Weitere Filme entstanden, so zum Beispiel 1969 der Film „Andrej Rubljow“, 1972 „Solaris“, 1974 „Der Spiegel“, 1979 „Stalker“, 1983 „Nostalgie“ und 1986 „Offret“.

Sein autobiografischer Film Der Spiegel zählt zu den größten Erfolgen. In der Sowjetunion durfte der Film wegen seiner philosophisch-politischen Andeutungen fast nicht gezeigt werden. Es kam sogar zu einer Konfrontation zwischen Andrej Tarkowskij und den sowjetischen Machtinhabern. Mit seinem Film Stalker versuchte er diesen Konflikt zu entschärfen. Der Film Nostalgie wurde 1982 in Italien gedreht. Sein Film Iwans Kindheit wurde zu einer Sensation der Filmgeschichte. Eine kontrastreiche Darstellung einer sorglosen Kindheit und dem Schrecken des Krieges. Andrej Tarkowskij verstarb am 29. Dezember 1986 im Alter von 54 Jahren in Paris nach einem Krebsleiden.