True Story

The Turn – Verschollen im Südpazifik (Abandoned) – neuseeländisches Drama aus dem Jahr 2015.

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Das Drama erzählt die Geschichte der Rose Noelle, einem Trimaran und dessen Besatzung, die im Jahr 1989 mit ihrem Boot im südlichen Pazifischen Ozean kenterten. Zur Besatzung gehörten John Glennie, James Nalepka, Rick Hellriegel und Phil Hofman. Die Männer überlebten 119 Tage auf dem Wrack ihres Trimaran. Ein Trimaran ist ein Boot oder Schiff mit drei – in mehr oder weniger großem Abstand – parallel angeordneten, schmalen Rümpfen.

Es war der dritte Tag ihrer Reise als am 4. Juni 1989 um 6. Uhr morgens eine riesige Welle den 6,5 Tonnen schweren Trimaran zum Kentern brachte. Die Männer schliefen und wurden völlig überrascht. Die Welle drehte den Trimaran auf den Kopf als wäre es ein Spielzeug. Meerwasser strömt durch die offene Luke. Es sollte eine Abenteuerreise nach Tonga sein, doch von nun an müssen die vier Männer ums Überleben kämpfen, Stürmen und dem Hunger trotzen. Das Signal einer Lokalisierungsleuchte wurde nicht bemerkt. Am 13. Juni, Johns 48. Geburtstag, verlosch dieses Signal ganz.

Es war kurz vor Sonnenaufgang als John Glennie ein donnerndes Geräusch hörte, da war es auch schon passiert, eine Monsterwelle von 16 Metern Höhe hatte ihr Boot getroffen. Die knapp 13 Meter lange Rose Noelle wurde auf den Kopf gedreht. Die Männer schrien in der Dunkelheit und mussten sich von dem umherfliegenden Inventar befreien. Die Decke ihres Bootes war nun der Boden.

Seit 19 Jahren hatte der erfahrene Segler John Glennie von dieser Reise von Neuseeland nach Tonga geträumt. Er hatte die Rose Noelle entworfen und gebaut. 1989 sollte der Plan dieser Reise umgesetzt werden. Der Tag zum Ablegen stand bereits fest, es sollte der 1. Juni sein. Doch John Glennie war frustriert über die allgemeinen Vorbereitungen und der Auswahl seiner Besatzung. Freunde mit Segelerfahrung hatten bereits zugesagt, diese in letzter Minute absagten. Er musste sich für drei neue Leute mit weniger Segelerfahrung entscheiden.

So waren es der 41-jährige Phil Hofman, der gern Blauwassersegeln wollte, der 31-jährige Rick Hellriegel und der 38-jährige Jim Nalepka. John Glennie war dennoch beunruhigt und fragte sich wirklich auf See zu fahren. Dieser Gedanke wurde von einer ungünstigen Wetterlage beeinflusst. Doch er sagte sich dies sei zu bewältigen. Die Reise begann, der Trimaran erreichte eine Geschwindigkeit von 16 Knoten, was alle sehr beeindruckt hat.

Als die Dunkelheit einsetzte nahm auch der Wind zu. John Glennie musste wachsam sein, vor allem auch wegen der Unerfahrenheit seiner Mannschaft. Das Barometer fiel, ein Zeichen für schlechtes Wetter. Zeit um die Segel einzuholen. Sie waren nun in einem Gebiet, wo sich die schlimmsten Stürme entwickeln konnten. Und da passierte es, am dritten Tag ihrer Reise traf die riesige Welle den Trimaran. Die Männer waren 119 Tage auf offener See, verbrachten die Zeit auf ihrem gekenterten Boot, bis zum 28. September als die Strömung in Richtung Land getrieben hatte. Es war ein abgelegener Teil von Great Barrier Island im Hauraki Gulf.